Archiv für die Kategorie ‘NEWS’

Rennbericht: Ironman 70.3 World Champs Nizza

Veröffentlicht: 13. September 2019 in NEWS

Nach einer turbulenten Vorbereitungszeit, war ich schon soweit und wollte die 70.3 WM in Nizza absagen. Irgendwie lies es mir das dann aber doch nicht zu und ich startete trotzdem – komplett ohne Erwartungen.

Die Vorbereitung lief nicht nach Plan. Ich habe fast gar nichts trainiert nach dem TransVorarlberg, weil wir bemerkt haben, dass ich es mit dem Training vermutlich etwas übertrieben habe. Für mich ist das extrem schwierig, da ich ja nicht mal gut Tapern kann. Somit hatte ich auch nicht das Selbstvertrauen, welches ich habe, wenn ich starke Trainingseinheiten ‚raushaue‘ und voll im Training bin.

Nichtsdestotrotz gab ich dem ganzen eine Chance und stand am Samstag um 7:00 Uhr an der Startlinie mit nochmals 50 der Weltbesten Triathletinnen auf der Mitteldistanz.

Beim Schwimmen habe ich schon bemerkt, dass ich nicht wirklich schnell unterwegs bin und es hat sich eher nach einer Trainingseinheit wie nach einem Wettkampf angefühlt. Schlussendlich kam ich ziemlich weit hinten aus dem Wasser und es standen auch nicht mehr gerade viele Räder der Mädels in der ersten Wechselzone. Im Kopf war ich dennoch stark und ich dachte mir nur: „Na toll, dafür können mich jetzt nicht mehr viele Mädels von hinten einholen! :P“

Auf dem Rad hoffte ich auf mehr Power. Doch auch hier bemerkte ich von Anfang an, den Wettkampfbiss, welchen ich normalerweise habe, war auch hier nicht zu spüren. Die Radstrecke ist einfach unglaublich – knapp 2.000 Höhenmeter auf die 90km mit einer knackigen Abfahrt – hier könnte man sich super austoben, wenn man denn voll im Flow und Rennmodus wäre. Ich kämpfte mich eher mental über die 90km, wirklich anstrengend fand ich es eben nicht, da ich immer das Gefühl einer angezogenen Handbremse hatte. Bis zur zweiten Wechselzone konnte ich hauptsächlich in der Abfahrt noch ein paar Mädels einholen, aber der Abstand nach vorne war wirklich schon sehr, sehr groß.

Beim Wechsel zum Laufen, wollte ich das ‚Ding‘ dann lediglich noch nach Hause bringen und ich bin eigentlich nur noch meinen Stiefel durchgelaufen. Ich startete zwar komplett ohne Erwartungen, dennoch bin ich eine Profisportlerin und da zählt leider nicht mehr nur das dabei sein, wenn man weiß, dass man eigentlich viel stärker und besser abschneiden kann. Auf der Laufstrecke habe ich dann auch noch meine aller erste Zeitstrafe erhalten, weil einer meiner zwei Wasserbecher neben der Mülltonnen landete – habe ich nicht gewusst, wurde uns bei der Wettkampfbesprechung auch nicht gesagt und war wohl hier erstmals so. Dies kostete mich 3 Plätze – war mir dann aber wirklich auch schon egal. Trotzdem habe ich es durchgezogen und konnte als 37igste bei meiner ersten 70.3 (Mitteldistanz) WM finishen. Irgendwie war es für den Kopf dann doch noch ein Erfolg.

Das letzte große Event – die Ironman Langdistanz Weltmeisterschaft auf Hawaii – steht bereits in einem Monat an. Momentan gebe ich meinem Körper die nötige Erholung, damit ich die kommenden 3 Wochen nochmals gut Trainieren kann und am 12. Oktober in gewohnter Stärke am Start in der Kona Bay stehe. Wenn ich jetzt schon daran denke, bekomme ich Gänsehaut! 🙂

Eure, Bianca

Rennbericht: Trans Vorarlberg Triathlon

Veröffentlicht: 29. August 2019 in NEWS

Meinen 5 Start beim Trans Vorarlberg Triathlon hatte ich mir ein bisschen anders vorgestellt – aber meistens kommt es eben anders als man denkt!

Wie letztes Jahr habe ich den Wettkampf auch heuer wieder mehr aus dem Training heraus genommen und nicht wirklich dafür getapert. Leider hat es diesesmal aber bei weitem nicht so gut geklappt wie im Vorjahr.

Schon beim Schwimmen ging es wild her und ich wurde anfangs gleich dreimal ordentlich lange getaucht – ich kämpfte mich komplett zur Seite raus, was dann natürlich der ‚längere‘ Weg war zu schwimmen mir aber in dem Moment egal war. Ich dachte mir, der Wettkampf ist noch lange und es kann ja nur noch besser werden 😉

Mit einem ordentlichen Abstand zur Spitze wechselte ich auf’s Rad und hoffte, da geht’s dann besser. Leider war es auch auf dem Rad von Anfang an ein harter Kampf, mein Körper wollte irgendwie nie wirklich auf Touren und zum Laufen kommen und ich hatte das Gefühl ich bin im GA1 unterwegs bzw muss sehr viel investieren um überhaupt das Gefühl zu haben angestrengt zu sein. Trotzdem kämpfte ich und versuchte alles zu geben und möglichst schnell zu sein. Im Vorderwald nach knapp 30 km holte ich dann ‚endlich‘ mal zwei Damen ein und ich war kurzzeitig mal auf einem ‚Hoch‘, welches allerdings nicht so lange anhielt – die zwei Damen holten mich dann bereits beim Anstieg Richtung Schröcken auch wieder ein. Ohne die ganzen Zuschauer (Ihr wart der absolute Wahnsinn – herzlichen Dank für’s Anfeuern!!) an der Strecke, hätte ich bestimmt nicht so weiter gekämpft. Am Tannberg wurde mir dann zugerufen, dass ich irgendwo um den 10 Platz liege – sowas hört man natürlich nicht gerne, wenn man das Rennen dort schon zweimal angeführt hat und überhaupt zweimal schon gewinnen konnte. Dennoch hoffte ich wenigstens noch auf schnelle Laufbeine zum Abschluss.

In Lech oben angekommen startete ich doch noch motiviert in den abschließenden 12km Crosslauf. Leider war auch hier nicht mehr viel aus meinem Körper rauszuholen. Ich war zwar nicht extrem langsam aber im Verhältnis zu meinen bisherigen Rennen heuer einfach in allen drei Disziplienen deutlich unter meinem Leistungsniveau. Bei einem Starterfeld wie dem heurigen mit einer derart guten Bestetzung, wird man somit auch sofort ordentlich durchgereit. Schlussendlich stand da der 10. Rang und der Vizestaatsmeistertitel auf der Mitteldistanz – nur ganz knapp am Staatsmeistertitel vorbei – was mich aber leider auch nicht mehr wirklich gejuckt hat, da ich schon so sehr, sehr enttäuscht von meiner Performance war und ich eigentlich nur ‚glücklich‘ war, das Handtuch nicht komplett geschmissen zu haben. Aber so eine Veranstaltung wie der Trans Vorarlberg lässt das nicht zu einfach ‚aufzugeben‘ und im nachhinein war es trotzdem wieder ein super lässiger Wettkampf! Auch wenn er für mich am Ende des Tages eher nur wie ein hartes Training abgehakt wurde.

Nichtsdestotrotz, steht bereits nächstes Wochenende die Ironman 70.3 WM in Nizza an – vl klappt es ja da wieder – ich hoffe ihr drückt mir die Daumen, dass es dort wieder funktioniert wie gewohnt 🙂

Eure, Bianca

I believe in you – Crowdfunding

Veröffentlicht: 22. Juli 2019 in NEWS

Liebe Freunde, liebe Bekannte, liebe Fans,

wie ihr vielleicht schon erfahren habt, habe ich über die Crowdfunding-Plattform „I believe in you“, welche vom Österreichischen Olympischen Comité sowie der Österreichischen Sporthilfe initiiert wurde, ein Projekt online gestellt, um mir einen Teil der Kosten für meinen Double Trip zur Ironman WM Hawaii & 70.3 WM Nizza finanzieren zu können.

Ihr wisst sicher, dass es für viele sportliche Organisationen oft nicht einfach ist, Geld für die eigenen sportlichen Interessen zu bekommen. Daher habe ich mich dazuentschlossen, mit meinem Vorhaben an die Öffentlichkeit zu gehen, um somit möglichst vielen Leuten die Möglichkeit zu geben, mich zu unterstützen.

https://ibiy.net/BiancaSteurer

Ich möchte Dich bitten, mein Projekt aktiv zu fördern und unter der Bevölkerung weiterzuverbreiten – egal, ob über Facebook oder alle anderen Kanäle, die dir/euch zur Verfügung stehen. Gehe dazu einfach auf mein Projekt und benutze die Share-Buttons unter dem Projektbild. Im besten Fall unterstützt du mich sogar mit einem Geldbetrag. So kannst du zu einem wichtigen Baustein von meinem Projekt werden.

Ein großes Danke für jede Unterstützung!

Eure
Bianca Steurer
Triathletin aus Leidenschaft

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when dreams become true 💚

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Rennbericht: Ironman Austria

Veröffentlicht: 15. Juli 2019 in NEWS

Alle guten Dinge sind 3 – so würde ich meinen dritten Start beim Ironman Austria ganz kurz zusammenfassen.

Die Tage vor dem Rennen, waren für mich mit Pressekonferenz, Interviews usw. etwas ungewohnt verplant. Stressig war es allerdings nicht, da Dank dem Team vom Ironman Austria alles perfekt organisiert wurde und wir im Seeparkhotel in Klagenfurt sehr verwöhnt wurden – herzlichen Dank an dieser Stelle!

Am Rennmorgen, verlief auch alles sehr rutiniert ab und ich stellte mich mental ‚einfach‘ nur auf einen langen Trainingstag ein.

Mit diesem Gefühl hüpfte ich zusammen mit einem leider nur sehr kleinen Damen-Profi-Starterfeld in das kristallblaue Wasser des Wörthersees. Wiedermal ein sehr einsames Schwimmen für mich – mit den schnellsten Schwimmern – den ersten drei Mädels inkl. Ryf konnte ich natürlich nicht mithalten und ich stieg als 4te Dame aus dem Wasser.

Dies lies mich aber nicht aus der Ruhe bringen und ich ging es auf dem Rad trotzdem ruhig an. Die erste neue 90km Runde verging wie im Flug und ich konnte mich bereits bis auf Platz 2 vorarbeiten. Bei der Durchfahrt zur zweiten 90km Runde und dem Hotspot der Zuschauermaßen in Klagenfurt saugte ich nochmals Energie auf und fühlte mich noch immer sehr gut und bereit für die zweite Hälfte der Radstrecke. Der Abstand bis ganz nach vorne zu Daniela Ryf wollte ich eigentlich nie so genau wissen, das war mir nämlich schon klar, dass die sehr weiter vorne sein wird. Dennoch rief mir Thomas irgendwie sehr begeister irgendwas von 4 Minuten zu – wusste aber ehrlich gesagt nicht ganz genau, was er jetzt damit meinte – war aber happy, weil er happy war – also konnte es nicht so schlecht sein, was ich gerade mache und wo ich gerade bin 😉 Gegen Ende der Radstrecke wurde es dann aber, wie für die meisten (außer für Frau Ryf 😉 an den Bergen ziemlich zäh, noch ordentlich Druck auf das Pedal zu bekommen. Trotzdem war ich mehr als zufrieden mit meiner Radperformance und wechselete an 2ter Stelle liegend mit Respektabstand zu Ryf auf den abschließenden Marathon.

Auf den ersten 3 km ging ich durch die Hölle! Wären da nicht die ganzen Zuschauer und Freunde, Verwandte und mein Verein (Tri Dornbirn) gestanden, hätte es durchaus sein können, dass ich das Handtuch geschmissen hätte. Ich habe mich noch nie so mies gefühlt und das schon zu Beginn des Marathons. Nach 3 km ging es dann aber aufwärts und ich habe mich wieder gefangen. Ich ließ mir zwar immer sehr viel Zeit bei den Verpflegungsstationen, anders hätte ich es aber wohl nicht geschafft druchzubeißen. Ab km 21 kam ein sehr starkes Gewitter auf und ich fing nur noch an zu Beten, dass man das Rennen bitte um Gottes Willen, ja nicht abbricht. Am Vortag wurde nämlich schon deutlich erklärt, falls es zu starkem Gewitter kommt, könne es sein, dass an der Strecke die schwarze Flagge gezeigt wird und ab dort, das gesamte Rennen abgebrochen wird. Das wäre vermutlich für alle die absolute größte Enttäuschung überhaupt gewesen und daher betete und betete ich weiter – so vergehen die Kilometer auch 😉 Glücklicherweise verging das Gewitter nach 20 Minuten und gegen Ende der Marathonstrecke bzw. ab km 30 fühlte ich mich sogar noch besser wie am Anfang – was ich so auch noch nie hatte und mich sehr positiv für die nächsten Ironmans stimmt.

Schlussendlich konnte ich den 2. Platz hinter Daniela Ryf sicher und ungefährdet ins Ziel bringen. Den Respektabstand auf Ryf von 26 Minuten konnte ich nach Hinten beinahe auch noch mit dem schnellsten Marathon bei den Damen an diesem Tag aufbauen. Die Stimmung im Zielkanal war unglaublich und sehr emotional – ich konnte es fast nicht glauben, dass ‚fast‘ alles wirklich so aufgegangen ist, wie ich es mir vorgestellt hatte und bei den Interviews die Tage zuvor äußerte. Ich freu‘ mich, dass ich dieses Rennen als eines meiner Hauptrennen heuer gewählt habe. Erstens war es super lässig, mit der zurzeit Weltbesten und super sympathischen Athletin Daniela Ryf im Rennen zu sein und zweitens die Stimmung und Emotionen wie du sie bei einem Heimrennen hast, gibt es halt sonst schon nirgendwo!!

Somit ist auch mein heuriges ‚erstes‘ großes Ziel geschafft und ich durfte mit dem österreichischen Staatsmeistertitel und der Qualifikation für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii nach Hause reisen. Ich möchte nochmals allen von Herzen DANKEN, welche zu diesem Erfolg beigetragen haben – ihr seid alle ein Teil von dem!

Jetzt geht’s nach einer kurzen Verschnaufpause ab an die Vorbereitung auf eine hoffentlich ‚heiße‘ zweite Saisonhälfte! 🙂

Eure, Bianca

thx to © Andrea Guerriero for the pics!

Rennbericht: Ironman 70.3 Luxemburg

Veröffentlicht: 21. Juni 2019 in NEWS

Mit guten Erinnerungen im Gepäck von meinem letzten Start 2014 reiste ich am Donnerstag mit unserem Teamkäpten Paul Reitmayr und seinem Dad nach Luxemburg – danke für’s kutschieren an dieser Stelle 😉

Wir wohnten ganz gemütlich neben einem Bauernhof etwa 10km vom Start entfernt, fühlten uns super wohl und willkommen und konnten es dann eh fast nicht mehr bis zum Start erwarten.

Am Sonntag um 8:45 Uhr war es dann soweit und wir durften uns in die Mosell stürzen. Das Schwimmen war für mich wieder mal ziemlich einsam – den mit den zwei Spitzenschwimmerinen Anna-Lena Pohl und der späteren Siegerin Simmonds konnte ich nicht mithalten. Ich stieg ca. 2 Minuten hinter der Spitze an 5ter Stelle liegend aus dem Fluss und startete wieder voll motiviert meine Aufholjagd auf dem Rad.

Nachdem die Gruppe, die direkt hinter mir aus dem Wasser kam ziemlich groß war, wollte ich gleich wegkommen und hämmerte gleich ordentlich in die Pedale. Die ersten 40km sind komplett flach, was es nicht einfacher macht, davon zu kommen – dennoch schaffte ich es, sah aber am Wendepunkt nach 20km bereits, dass ich alleine gegen die 6er Gruppe hinter mir nicht wirklich viel Abstand aufbauen kann. Am ersten Berg nach 40km konnten dann alle Mädels bei mir aufschließen und die Gruppe war somit ziemlich groß – was mir überhaupt nicht gefällt. Irgendwie hab‘ ich es dann geschafft zusammen mit Tondeur von der Gruppe wegzukommen und gegen Schluss konnte ich mich auch noch ein wenig von ihr distanzieren. Dennoch eine Ausreißerin (Thöes) und die sehr weit vorne in Fürhung liegende Simmonds konnte ich nicht mehr einholen.

Beim Wechsel auf die Laufstrecke, an 3ter Stelle liegend, war mir klar, dass eine sehr starke Läuferin vor und direkt (30sek.) hinter mir lag. Dennoch versuchte ich schnell mein Tempo zu finden und einfach vollgas zu geben. Ich war dann eh überrascht, dass ich nicht sofort von der später dritt platzierten Tondeur überholt wurde und die vor mir liegende Thöes sich auch nicht abartig distanzierte.

Schlussendlich wurde ich aber, wie ich bereits am Anfang der Laufstrecke schon geahnt hatte, 4te hinter der gerade frisch gekührten ITU Langdistanz Weltmeisterin Alexandra Tondeur. Für mich war es trotz Holzmedaille ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis – die anderen Mädels waren einfach stärker an diesem Tag und viel mehr war nach meinem harten Ironman-Trainingsblock einfach nicht rauszuholen 😉

Bei der Preisverteilung und der Slot Vergabe (gab nur einen Einzigen) für die 70.3 Weltmeisterschaft wurde ich am Abend dann noch überrascht. Nachdem der Sprecher die Erste fragte, ob Sie den Slot haben möchte und sie mit „Nein, ich hab‘ bereits einen!“ antwortete und das auch noch bei der zweit und dritt Platzierten so war – stand ich voll perplex da und war natürlich super glücklich und nahm den Slot sehr gerne an! Somit habe ich das gewünschte Ziel (micht für die 70.3 WM zu qualifzieren) von meinen Coach erfüllt 🙂 Jetzt muss ich nur noch in gut zwei Wochen beim Ironman Austria mein gestecktes Ziel – die Hawaii-Quali für 2019 – erfüllen.

Ich hoffe ihr drückt mir dann wieder alle ganz fest die Daumen und glaubt an mich, sowie ich, dass ich es schaffen kann – das würde mich sehr freuen! 🙂

Eure Bianca

Rennbericht: Ironman 70.3 St. Pölten

Veröffentlicht: 29. Mai 2019 in NEWS

Die Einheiten nach meinem letzten Rennen liefen weiterhin immer besser, ich fühlte mich immer fitter und war gespannt, ob ich mein Ziel – ein Podiumsplatz – wohl dieses Jahr in meiner Heimat beim Ironman 70.3 Austria schaffen konnte.

Ich reiste bereits am Donnerstag mit meiner Mum nach St. Pölten. Da am Freitag in der Früh, dann auch gleich die Pressekonferenz und das Pro-Briefing stattfand. Dort angekommen, wurde ich gleich mal von dem ein oder anderen Medienbeauftragten als Top-Favoritin für den Sieg hingestellt. Meine Antwort darauf war dann nur: „Okay, super – gehen wir gleich heute schon feiern?!“ 😉 Ich sah alles ganz locker, aber es war mir schon bewusst, dass ich gute Chancen auf den Sieg hätte und machte mir dann schon selber auch etwas Druck und konnte es dann fast nicht mehr bis Sonntag erwarten. Das coolste war dann noch der ‚Überraschungsbesuch‘ von meinem Freund – der am Samstag abend, ohne das ich es gewusst habe, noch nachreiste 🙂

Am Sonntag vor dem Rennstart, war ich extrem nervös und mir wurde mega übel (so hatte ich das bis dato noch nie) um 7:03 Uhr fiel dann zum Glück der Startschuss und alles war wieder gut und ich im vollen Rennmodus. Das Schwimmen verlief ziemlich unspektakulär und ich kam sogar zusammen mit Julia Gajer an dritter Stelle liegend nur etwa 2 Minuten hinter der Spitzenschwimmerin Anna-Lena Pohl aus dem Wasser.

Ich wechselte schnell und wollte schnellstmöglich die Führende einholen. Was mir dann bereits auch am ersten Berg bei km 30 gelungen ist und ich die Führung dann übernommen habe. Diese konnte ich allerdings nicht länger als bis km 70 halten, als mich die spätere Siegerin Sara Svenks am letzten Berg eingeholt hat und einen hammer Radsplit hinzauberte. Im ersten Moment dachte ich mir, wer bist denn du jetzt? Und war natürlich etwas enttäuscht, da ich dachte, dass ich schon ziemlich flott unterwegs war und es nicht so einfach wäre mich einzuholen. Dann sah‘ ich natürlich auch noch von hinten die definierten ‚Beinchen‘ von ihr, und mir war klar, die kann bestimmt auch noch gut Laufen. Nichts desto trotz, versuchte ich konzentriert zu bleiben und mich weiter zu pushen, damit nicht noch jemand von hinten an mir vorbei kommt.

In der zweiten Wechselszone angekommen – immer noch an zweiter Stelle liegend – war ich gut 1,5 Minuten hinter der Führenden. Ich wechselte wiederum schnell und machte mich auf den abschließenden Halbmarathon. Anfangs fühlte sich der Lauf ziemlich hart an und die 3 und 4 Platzierte kamen immer näher von hinten. Dank den ganzen Zuschauern an der Strecke – welche mich derart gepuscht haben und meinem Freund und Utz Brenner (Trainer von Laura Zimmermann) welche zwei mir immer die Durchgangszeiten genauestens angegeben haben (herzlichen Dank dafür!!), konnte ich in der zweiten Runde (es waren zwei 10,5km Runden zu laufen) nochmals etwas Tempo zulegen und meinen zweiten Platz bis ins Ziel glücklicherweise behalten.

Im Ziel freute ich mich dann riesig über mein erstes Podium hier in Österreich – die Stimmung war ein Wahnsinn! Dennoch liebäugelte ich mit dem Sieg und war auch ein ganz wenig enttäuscht, dass es nicht bis ganz nach vorne gereicht hat. Eine war einfach schneller an diesem Tag – was ich ihr auch von Herzen gönne und sie mit ihrer spektakulären Aufholjagd auch mehr als verdient hat. Mich spornt dies an, bei den nächsten Einheit wieder alles zu geben und noch fitter zu werden, damit ich es vl beim nächsten Rennen dann bis ganz nach oben schaffe. Mein Feuer brennt jetzt auf alle Fälle noch mehr!

Am kommenden Wochenende geht es bereits weiter mit dem legendären Lustnouar Ironmännli (Sprint) und am 16.6 starte ich bereits bei der nächsten Mitteldistanz dem Ironman 70.3 in Luxemburg. Ich freu‘ mich jetzt schon wieder auf die Rennen und werde euch dann wieder berichten.

Bis dann – macht’s gut und ich hoffe und würde mich freuen, wenn ihr wieder mit mir mitfiebert! 🙂

Eure, Bianca

Rennbericht: Challenge Riccione

Veröffentlicht: 7. Mai 2019 in NEWS

Nach 5 Tagen am Fuschelsee mit meinem Skinfit Racing Tri Team beim Tri Opening im Hotel Mohrenwirt (an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Jaki!) ging es für mich mitte Woche ab nach Italien zu meinem ersten Rennen der Saison.

Ich ging mit gemischten Gefühlen an den Start – das erste Rennen der Saison ist immer speziell, da man nicht genau weiß, wo man steht und der letzte Triathlon mit 7 Monaten doch schon ein Weilchen her ist.

Die Wettervorhersage für Sonntag war anfangs sehr schlecht – was mir allerdings nichts ausmachte und ich mich trotzdem riesig auf’s Rennen freute. Am Wettkampftag war es dann anfangs gar nicht so schlecht wie erwartet und wir hüpften pünktlich um 9:35 Uhr mit dem Startschuss ins Wasser.

Beim Schwimmen im Meer konnte ich schnell mein Tempo finden und bis zum Schluss gut durchziehen. Allerdings waren 8 Mädels schneller – was mich nicht wunderte, denn die Italiener/innen sind bekanntlich gute Schwimmer und die Schwimmzeiten in den Rennen im Süden sind daher meist sehr schnell.

Ich machte mir nichts daraus, war sehr zufrieden mit meinem Schwimmen und startete mit einem Rückstand von gut 2 Minuten meine Aufholjagd auf dem Rad. Anfangs fühlte ich mich richtig gut und ich konnte gleich schon mal einige Mädels einsammeln. Die Beine waren zwar nicht zu 100% so wie ich mir sie gewünscht hätte, trotzdem habe ich aber weiterhin Druck gemacht – ohne zu wissen an welcher Stelle ich überhaupt genau lag. Einzigst die führende Italienerin (in Begleitung mit 3 Motorräder) ist mir bei den Wendeschleifen (es waren 2 Runden zu absolvieren) immer wieder entgegen gekommen. In der Mitte der Radstrecke hatte ich mal kurz einen ‚Hänger‘ aber auf den letzten 30km wollte ich nochmals alles rausholen und den Abstand zu den vor mir liegenden Mädels weiter verkleinern. Am Ende der Radstrecke, etwa 3km vor dem Bike Finish, konnte ich auf die dortig 2 & 3 Platzierte (Elisabetta Curridori und Nina Derron) aufschließen und ich kam dann sogar an 2ter Stelle liegend mit gut 2,5 Minuten Rückstand auf die führende Italienerin Margie-Santimaria in die zweite Wechselzone.

Wir waren also zu dritt gleichzeitig in der zweiten Wechselzone und wechselten zusammen auf den abschließenden Halbmarathon. Elisabetta schlug ein scharfes Tempo an, welches ich und Nina nicht mithalten konnten. Somit liefen ich und Nina für etwa eine halbe Runde – von drei zu laufenden – nebeneinander. Es regnete aus Kübeln und kurzzeitig war das Gewitter so stark, dass es sogar hagelte. Dies lies uns aber alle nicht davon abhalten, so schnell wie möglich zu Laufen, auch wenn die Pfützen schon eher kleine Seeen waren. Schlussendlich konnte ich mich von Nina Derron distanzieren und wurde im Ziel dafür, wie letztes Jahr, mit dem 3. Platz belohnt. Ein wenig bitter war, dass es zum Schluss nur noch 15 Sekunden waren, welche mir auf den 2. Platz gefehlt haben. Leider habe ich das unter dem Rennen nicht mitkommen und erst 150m vor dem Ziel bemerkt bzw. gesehen.

Trotzdem bin ich super happy mit meiner Leistung, da ich in allen drei Disziplinen deutlich besser war, wie im letzten Jahr (vergleichen ist natürlich immer schwierig, aber es war so 😉 ) Zwei Mädels waren aber an diesem Tag einfach wieder schneller – ich werde hart daran Arbeiten, dass sich das für’s nächste Mal hoffentlich umdreht bzw. ändert 😉

Für mich geht es bereits in die Vorbereitung für das nächstes Rennen – dem Ironman 70.3 St. Pölten. Ich freu‘ mich schon auf das tolle Heimrennen und blicke zuversichtlich und mit mehr Selbstvertrauen auf den 26.05.2019.

Ich hoffe ihr drückt mir dann wieder die Daumen! 🙂

Eure, Bianca

Thx to Andrea Guerriero for all the pictures!