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Rennbericht: Ironman 70.3 St. Pölten

Veröffentlicht: 29. Mai 2019 in NEWS

Die Einheiten nach meinem letzten Rennen liefen weiterhin immer besser, ich fühlte mich immer fitter und war gespannt, ob ich mein Ziel – ein Podiumsplatz – wohl dieses Jahr in meiner Heimat beim Ironman 70.3 Austria schaffen konnte.

Ich reiste bereits am Donnerstag mit meiner Mum nach St. Pölten. Da am Freitag in der Früh, dann auch gleich die Pressekonferenz und das Pro-Briefing stattfand. Dort angekommen, wurde ich gleich mal von dem ein oder anderen Medienbeauftragten als Top-Favoritin für den Sieg hingestellt. Meine Antwort darauf war dann nur: „Okay, super – gehen wir gleich heute schon feiern?!“ 😉 Ich sah alles ganz locker, aber es war mir schon bewusst, dass ich gute Chancen auf den Sieg hätte und machte mir dann schon selber auch etwas Druck und konnte es dann fast nicht mehr bis Sonntag erwarten. Das coolste war dann noch der ‚Überraschungsbesuch‘ von meinem Freund – der am Samstag abend, ohne das ich es gewusst habe, noch nachreiste 🙂

Am Sonntag vor dem Rennstart, war ich extrem nervös und mir wurde mega übel (so hatte ich das bis dato noch nie) um 7:03 Uhr fiel dann zum Glück der Startschuss und alles war wieder gut und ich im vollen Rennmodus. Das Schwimmen verlief ziemlich unspektakulär und ich kam sogar zusammen mit Julia Gajer an dritter Stelle liegend nur etwa 2 Minuten hinter der Spitzenschwimmerin Anna-Lena Pohl aus dem Wasser.

Ich wechselte schnell und wollte schnellstmöglich die Führende einholen. Was mir dann bereits auch am ersten Berg bei km 30 gelungen ist und ich die Führung dann übernommen habe. Diese konnte ich allerdings nicht länger als bis km 70 halten, als mich die spätere Siegerin Sara Svenks am letzten Berg eingeholt hat und einen hammer Radsplit hinzauberte. Im ersten Moment dachte ich mir, wer bist denn du jetzt? Und war natürlich etwas enttäuscht, da ich dachte, dass ich schon ziemlich flott unterwegs war und es nicht so einfach wäre mich einzuholen. Dann sah‘ ich natürlich auch noch von hinten die definierten ‚Beinchen‘ von ihr, und mir war klar, die kann bestimmt auch noch gut Laufen. Nichts desto trotz, versuchte ich konzentriert zu bleiben und mich weiter zu pushen, damit nicht noch jemand von hinten an mir vorbei kommt.

In der zweiten Wechselszone angekommen – immer noch an zweiter Stelle liegend – war ich gut 1,5 Minuten hinter der Führenden. Ich wechselte wiederum schnell und machte mich auf den abschließenden Halbmarathon. Anfangs fühlte sich der Lauf ziemlich hart an und die 3 und 4 Platzierte kamen immer näher von hinten. Dank den ganzen Zuschauern an der Strecke – welche mich derart gepuscht haben und meinem Freund und Utz Brenner (Trainer von Laura Zimmermann) welche zwei mir immer die Durchgangszeiten genauestens angegeben haben (herzlichen Dank dafür!!), konnte ich in der zweiten Runde (es waren zwei 10,5km Runden zu laufen) nochmals etwas Tempo zulegen und meinen zweiten Platz bis ins Ziel glücklicherweise behalten.

Im Ziel freute ich mich dann riesig über mein erstes Podium hier in Österreich – die Stimmung war ein Wahnsinn! Dennoch liebäugelte ich mit dem Sieg und war auch ein ganz wenig enttäuscht, dass es nicht bis ganz nach vorne gereicht hat. Eine war einfach schneller an diesem Tag – was ich ihr auch von Herzen gönne und sie mit ihrer spektakulären Aufholjagd auch mehr als verdient hat. Mich spornt dies an, bei den nächsten Einheit wieder alles zu geben und noch fitter zu werden, damit ich es vl beim nächsten Rennen dann bis ganz nach oben schaffe. Mein Feuer brennt jetzt auf alle Fälle noch mehr!

Am kommenden Wochenende geht es bereits weiter mit dem legendären Lustnouar Ironmännli (Sprint) und am 16.6 starte ich bereits bei der nächsten Mitteldistanz dem Ironman 70.3 in Luxemburg. Ich freu‘ mich jetzt schon wieder auf die Rennen und werde euch dann wieder berichten.

Bis dann – macht’s gut und ich hoffe und würde mich freuen, wenn ihr wieder mit mir mitfiebert! 🙂

Eure, Bianca

Rennbericht: Challenge Riccione

Veröffentlicht: 7. Mai 2019 in NEWS

Nach 5 Tagen am Fuschelsee mit meinem Skinfit Racing Tri Team beim Tri Opening im Hotel Mohrenwirt (an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Jaki!) ging es für mich mitte Woche ab nach Italien zu meinem ersten Rennen der Saison.

Ich ging mit gemischten Gefühlen an den Start – das erste Rennen der Saison ist immer speziell, da man nicht genau weiß, wo man steht und der letzte Triathlon mit 7 Monaten doch schon ein Weilchen her ist.

Die Wettervorhersage für Sonntag war anfangs sehr schlecht – was mir allerdings nichts ausmachte und ich mich trotzdem riesig auf’s Rennen freute. Am Wettkampftag war es dann anfangs gar nicht so schlecht wie erwartet und wir hüpften pünktlich um 9:35 Uhr mit dem Startschuss ins Wasser.

Beim Schwimmen im Meer konnte ich schnell mein Tempo finden und bis zum Schluss gut durchziehen. Allerdings waren 8 Mädels schneller – was mich nicht wunderte, denn die Italiener/innen sind bekanntlich gute Schwimmer und die Schwimmzeiten in den Rennen im Süden sind daher meist sehr schnell.

Ich machte mir nichts daraus, war sehr zufrieden mit meinem Schwimmen und startete mit einem Rückstand von gut 2 Minuten meine Aufholjagd auf dem Rad. Anfangs fühlte ich mich richtig gut und ich konnte gleich schon mal einige Mädels einsammeln. Die Beine waren zwar nicht zu 100% so wie ich mir sie gewünscht hätte, trotzdem habe ich aber weiterhin Druck gemacht – ohne zu wissen an welcher Stelle ich überhaupt genau lag. Einzigst die führende Italienerin (in Begleitung mit 3 Motorräder) ist mir bei den Wendeschleifen (es waren 2 Runden zu absolvieren) immer wieder entgegen gekommen. In der Mitte der Radstrecke hatte ich mal kurz einen ‚Hänger‘ aber auf den letzten 30km wollte ich nochmals alles rausholen und den Abstand zu den vor mir liegenden Mädels weiter verkleinern. Am Ende der Radstrecke, etwa 3km vor dem Bike Finish, konnte ich auf die dortig 2 & 3 Platzierte (Elisabetta Curridori und Nina Derron) aufschließen und ich kam dann sogar an 2ter Stelle liegend mit gut 2,5 Minuten Rückstand auf die führende Italienerin Margie-Santimaria in die zweite Wechselzone.

Wir waren also zu dritt gleichzeitig in der zweiten Wechselzone und wechselten zusammen auf den abschließenden Halbmarathon. Elisabetta schlug ein scharfes Tempo an, welches ich und Nina nicht mithalten konnten. Somit liefen ich und Nina für etwa eine halbe Runde – von drei zu laufenden – nebeneinander. Es regnete aus Kübeln und kurzzeitig war das Gewitter so stark, dass es sogar hagelte. Dies lies uns aber alle nicht davon abhalten, so schnell wie möglich zu Laufen, auch wenn die Pfützen schon eher kleine Seeen waren. Schlussendlich konnte ich mich von Nina Derron distanzieren und wurde im Ziel dafür, wie letztes Jahr, mit dem 3. Platz belohnt. Ein wenig bitter war, dass es zum Schluss nur noch 15 Sekunden waren, welche mir auf den 2. Platz gefehlt haben. Leider habe ich das unter dem Rennen nicht mitkommen und erst 150m vor dem Ziel bemerkt bzw. gesehen.

Trotzdem bin ich super happy mit meiner Leistung, da ich in allen drei Disziplinen deutlich besser war, wie im letzten Jahr (vergleichen ist natürlich immer schwierig, aber es war so 😉 ) Zwei Mädels waren aber an diesem Tag einfach wieder schneller – ich werde hart daran Arbeiten, dass sich das für’s nächste Mal hoffentlich umdreht bzw. ändert 😉

Für mich geht es bereits in die Vorbereitung für das nächstes Rennen – dem Ironman 70.3 St. Pölten. Ich freu‘ mich schon auf das tolle Heimrennen und blicke zuversichtlich und mit mehr Selbstvertrauen auf den 26.05.2019.

Ich hoffe ihr drückt mir dann wieder die Daumen! 🙂

Eure, Bianca

Thx to Andrea Guerriero for all the pictures!

Update & Rennkalender 2019

Veröffentlicht: 14. April 2019 in NEWS

Nach langem Hin und Her, habe ich mich nun endlich entschieden, welche Rennen ich in der ersten Saisonhälfte starten werde. Das wäre der Plan:

05.05.2019 Challenge Riccione (IT) (Mitteldistanz)
26.05.2019 Ironman 70.3 St. Pölten (Mitteldistanz)
02.06.2019 Luschnouar Ironmännli (Sprint)
30.06.2019 Triathlon Bregenz (OD)
07.07.2019 Ironman Austria (Langdistanz)

In drei Wochen geht es, mit der Challenge in Riccione bereits los. Ich durfte dort letztes Jahr mein erstes Podium bei einem Rennen der Challenge Serie feiern und habe daher ganz gute Erinnerung und freu‘ mich jetzt schon riesig auf das erste Triathlonrennen der Saison!

Danach freue ich mich auf zahlreiche Heimrennen. Es ist einfach genial vor heimischem Publikum zu starten – deshalb habe ich die Rennen auch so ausgewählt. Mein erstes Highlight wird dann der Ironman Austria, wobei ich mich dann mit der derzeit Besten der Welt – Daniela Ryf messen darf!

Meine Vorbereitung bis jetzt lief ein wenig turbulent. Ab Oktober hatte ich lange mit Hüftproblemen zu kämpfen. Diese habe ich aber Dank dem Team vom Olympiazentrum Vorarlberg dann doch schnell wieder in den Griff bekommen! Ende Jänner, nach dem Ski-Marathon im Tannheimertal über die 60km machte mir ein Neurom (angeschwollener Nerv) im Mittelfuß das Leben bzw. das Training etwas schwer und ich habe viel Zeit ’nur‘ im Wasser mit Schwimmen und Aquajoggen verbracht. Kurzfristig bin ich dann in den Süden nach Fuerteventura geflogen und habe gehofft, dass die Sonne meine Schmerzen lindern wird. So war es dann auch und ich konnte ganz langsam wieder ins Lauftraining einsteigen. Seit zwei Wochen geht es wieder ganz gut mit Laufen und ich konnte sogar letzte Woche beim City-Lauf in Bludenz mitlaufen. Es war ein erfolgreicher Tag und ich durfte dabei den Sieg über die 14km mit meinem neuen Kopfsponsor – dem Mineralheilbad in St. Margrethen im Ziel gleich feiern!

Momentan bin ich in der finalen Vorbereitung für die ersten Rennen. Langsam wird es aber auch Zeit, dass die ersten Rennen kommen, denn nach dem ganzen harten Training die Wintermonate über, freut man sich, wenn man die Energie jetzt dann einfach mal nur rauslassen kann. Mal schauen, wie die erste Ernte bei mir so ausfällt – in drei Wochen wissen wir mehr 😉

Bis dahin, macht’s gut und ich wünsche euch jetzt schon ein schönes Osterfest!

Eure, Bianca

City-Lauf Bludenz mit Zielempfang durch Geschäftsführerin vom Mineralheilbad Anke Krieg
Siegerehrung City-Lauf mit Mineralheilbad St. Margrethen und Michael Benvenuti
TRAININGCAMP I – Fuerteventura mit Hannes Hawaii Tours
Bergintervalle mit Roman
Bergintervalle mit zwei starken Jungs – Benjamin u. Chexner
Tannheimer Ski-Marathon über 60km mit Sebi

BS Coaching

Veröffentlicht: 16. Oktober 2018 in NEWS

wer möchte von mir gecoacht werden

biete individuelle trainingspläne mit zugehörigem coaching für jedermann/frau  🏊🏻‍ 🚴‍ 🏃🏼‍ 💨

nachdem ich auf eine 🔟 jährige expertise im triathlonsport zurückblicken kann, möchte ich diese nun gerne weitergeben (zb; tipps&tricks ☝🏻 rundum den triathlonsport, ernährungsberatung 🍏 im sport sowie das zeitmanagement  sport und beruf)

freu‘ mich über eure nachricht!

email: bianca-m.steurer@aon.at

Rennbericht: Ironman Italy

Veröffentlicht: 26. September 2018 in NEWS

Mein zweiter Versuch beim Ironman in Italien an den Start zu gehen ist dieses Jahr geglückt und war für mich gleichzeitig ein toller Saisonabschluss. Nachdem ich letztes Jahr zwei Tage vor dem Wettkampf, bei einer Trainingsausfahrt mit dem Rad stürzte und aufgrund schwerer Schürfwunden nicht starten konnte, bin ich über den diesjährigen Ausgang sehr glücklich.

Der Startschuss viel am Samstag um 7:35 Uhr und wir Profis hatten die Ehre bei einer Wassertemperatur von 24,8 Grad ohne Neopren und mit ein paar netten dumbo Quallen uns auf die 3,8km lange Schwimmstrecke zu begeben. Da wollten dann alle so schnell wie möglich aus dem Wasser. Leider habe ich die Gruppe mit den schnelleren Schwimmerinnen von Anfang an nicht halten können und war die komplette Strecke alleine (mit ein paar Quallen) unterwegs.

Ich wechselte an 6ter Stelle liegend auf’s Rad. Anfangs habe ich versucht mich ein wenig zurückzuhalten und die Sache nicht zu schnell anzugehen. Durch den Wind und die Hitze hatten wir schon zwei Faktoren, die einem bei den 180km auf einmal Probleme bereiten könnten. Vom Gefühl her dachte ich nach 140km dass ich noch mehr als genügend Reserven habe und am Schluss auch noch stark Fahren kann. Dem war aber nicht wirklich so und die letzten 40km waren ziemlich zäh.

Mit knapp 2 Minuten Rückstand auf die Podestplätze wechselte ich vom Radfahren zum Laufen. Die ersten Schritte fühlten sich richtig, richtig hart an und ich musste schon bei der ersten Verpflegungsstation kurz stehen bleiben und mich mit Eis runterkühlen. Ich hatte die Temperaturen auf dem Rad etwas unterschätzt und bin schon fast überhitzt in den Marathon gestartet – was sich nicht gerade angenehm anfühlte. So ging es dann weiter und ich lies bei jeder Verpflegungsstation viel Zeit liegen, was mir durchaus bewusst war, ich es aber nicht riskieren wollte komplett zu überhitzen und gar nicht ins Ziel zu kommen.

Schlussendlich konnte ich mich nach einer langen Aufholjagd doch noch auf den 3. Platz vorarbeiten und erfüllte mir somit eines meiner lang ersehnten Ziele – ein Podiumsplatz bei einem Ironman!

Jetzt geht es in die Saisonpause und ich darf wieder mal machen was ich will. Was ja bei mir eigentlich Sport ist und es mir daher immer etwas schwer fällt Pause zu machen. Aber ich werde meinem Körper die Zeit für die Erholung geben, damit ich nächstes Jahr nochmals eine Schippe drauflegen kann und meine neu gesteckten Ziele erreichen kann. Good things take time!

Abschließend mit der Saison möchte ich mich natürlich bei jedem Einzelnen bedanken, der mich auf meinem sportlichen und abenteuerlichen Weg unterstützt und begleitet! Ich bin wirklich dankbar euch alle an meiner Seite zu haben und ihr mir das alles ermöglicht!

Wünsche euch eine schöne Herbstzeit und ich melde mich, sobald ich wieder neue Pläne und Ziele für 2019 geschmiedet habe 😉

Eure, Bianca

Thx to Andrea Guerriero for the pics!

 

 

Rennbericht: Trans Vorarlberg Triathlon

Veröffentlicht: 28. August 2018 in NEWS

Mein Heimrennen und eines meiner absoluten Lieblingsrennen ist nun auch Geschichte und ich kann es noch immer kaum glauben, dass es so für mich ausgegangen ist!

Ich habe die letzten Tage vor dem Rennen sehr viel und hart trainiert und hatte nicht das Gefühl, dass mein Trainer das Rennen so ernst nimmt wie ich ich es gerne gehabt hätte, trotzdem habe ich natürlich alles gemacht, was mein Coach Robert Mücke mir sagte 😉 und kann nur Danke sagen, dass er mich so schnell macht und so gut coacht, dass ein Rennen auch als Vorbelastung derart gut ausfallen kann.

Am Sonntag nach dem Schwimmen, war ich etwas überrascht, dass ich nicht ganz vorne mit aus dem Wasser stieg, da ich dachte, dass ich doch sehr schnell unterwegs war. Mit knapp 15 Sekunden Rückstand auf die Führende Yvonne Van Vlerken kam ich in die erste Wechselzone. Ich wusste aber, dass ich mit einem schnellen Wechsel, die Zeit gleich wieder reinholen konnte, da ich nichts überziehen musste, weil ich die kalten Temperaturen ja sehr gerne habe im Wettkampf. So war es dann auch und ich ging direkt hinter Yvonne auf die Radstrecke.

Beim ersten langen Anstieg von Bregenz nach Langen, hat Yvonne gleich ordentlich Druck gemacht und ich musste hart kämpfen um nicht wegzufallen. In Langen angekommen holte uns bereits eine weitere starke Athletin – Nina Derron – ein und ich wollte diese natürlich nicht davonziehen lassen und hab‘ nochmals einen Gang zugelegt. Dann habe ich, dank meinem Heimvorteil, früh versucht, die Gruppe zu sprengen und bin jeden noch so kleinen Hügel und jede Kurve – welche ich in und auswendig kenne – so scharf und schnell gefahren, wie ich nur konnte und fühlte mich dabei richtig stark. Durch meine Attacken habe ich schon früh im Rennen ordentlich Körner gebraucht, war aber trotzdem überrascht, dass ich wirklich von den zwei Mädels weg kam. Beim langen etwas flacheren Streckenabschnitt von Egg bis nach Schoppernau habe ich dann versucht nicht zu überpacen aber auch nicht meinen aufgebauten Vorsprung zu verlieren. Was mir glücklicherweise und dank den zahlreichen Zuschauern – rundum meiner Familie und vieler meiner Freunde – tatsächlich gelungen ist. Vielen vielen Dank an dieser Stelle an jeden Einzelnen an der Strecke – ihr wart der absolute Wahnsinn! Mit einem Vorsprung von knapp 4 Minuten kletterte ich mit dem Rad den Hochtannbergpass hoch. Kurz vor dem Gipfel, war mein Tank dann leer und ich musste sehr schwer kämpfen. Ich schaffte es aber trotzdem und kam mit gut 4,5 Minuten Vorsprung in die zweite Wechselzone und begab mich als Führende auf die Laufstrecke.

Die Beine waren alles andere als leicht und die ersten Schritte beim Laufen fühlten sich sehr unangenehm und schmerzhaft an. Ich dachte mir nur, den anderen Mädels wird es nicht anders gehen und ich kämpfte um jeden Schritt und jede Sekunde. Ohne meinen Freund, und seine immer passenden Worte, welche er mir in jeder Situation immer zuruft, hätte es aber durchaus anders ausgehen können – Danke Schatz für deine perfekte Betreuung! Nach der ersten 6km Runden von den zwei, welche zu laufen waren, hatte ich immer noch 4 Minuten Vorsprung und langsam glaubte ich, dass ich es heute wirklich schaffen könnte, als Erste über die Ziellinie zu laufen. Bei der zweiten Runde hatte ich dann nochmals Krämpfe bei einem sehr steilen Anstieg und einmal knickte ich um, weil ich auf einen großen Stein gehüpft bin – da dachte ich mir nur: „Mach‘ jetzt ja keinen Blödsinn, brich dir nicht noch das Bein und konzentriere dich!“ Beim letzten Wendepunkt – 3km vor dem Ziel, konnte ich keine meiner Verfolgerinnen sehen und da wusste ich, den Sieg gebe ich nicht mehr her. Die Emotionen kamen in mir hoch und die Gedanken an die sehr vielen harten Trainingseinheiten, über alle Freunde und die Familie an der Strecke lösten starke Gefühle bei mir aus und ich hatte nur noch Gänsehaut bis ins Ziel und war mega happy, dass ich als Siegerin beim diesjährigen Trans Vorarlberg Triathlon, trotz einer durchaus sehr starken Besetzung, über die Ziellinie laufen durfte!

Herzlichen Glückwunsch auch an all‘ meine Teamkollegen: Sebastian Neef ebenso zum Sieg sowie Roman Deisenhofer zu Platz 3 und Lena Berlinger zu Platz 2!

Ich möchte mich bei allen und vor allem beim Veranstalter, allen Helfern und dem OK-Team (Thomas&Johannes Kofler, Günther Forster, Dominik Berger und vielen mehr!) für diesen richtig genialen Tag bedanken. Danke auch an Denny vom Tannbergerhof für die tolle Überraschung am Abend mit dem geilsten Team! Solche Tage vergisst man als Sportler nie mehr in seinem Leben und das ist es, was der Sport ausmacht und das Leben für mich so lebenswert macht! #thankful

Thx an @Frederick Sams für die coolen Bilder!

Next stop: Challenge Walchsee 02. September 2018 🙂

Rennbericht: Challenge Turku (Finnland)

Veröffentlicht: 17. August 2018 in NEWS

Mit gemischten Gefühlen reiste ich letzte Woche mit Thomas nach Finnland zu meinem ersten Start beim dortigen Challenge Rennen. Ich habe mein Training nur eine Woche nach der Langdistanz in Roth wieder vollgas aufgenommen und anfangs wohl ein bisschen übertrieben – was mir ein paar ungewollte Ruhetage bescherte. Trotzdem wollte ich meine Rennplanung durchziehen und auch das Trainingsrennen in Regensburg über die olympische Distanz, sind mir mit einem Sieg und fast einer 1/4 Stunde Vorsprung geglückt. Somit stand der Reise in den Norden nichts mehr im Wege.

Die Challenge Veranstaltung in Turku ist wirklich absolut top organisiert und die Athleten wurden alle sehr herzlich Empfangen. Es war überhaupt nicht stressig vor dem Rennen und ich konnte es nur kaum noch bis zum Startschuss am Sonntag erwarten.

Um 9:00 Uhr ging es dann endlich los und wir Mädels kämpften zusammen mit den Profimännern – wir durften zusammen starten – um die schnellsten Beine im Fluss. Ich hab‘ wirklich schnelle Beine eines männlichen Profis erwischt und mich damit selbst mit einer schnellen Schwimmzeit und geringem Abstand bis ganz nach vorne überrascht.

An 4ter Stelle liegend nahm ich den flachen Radkurs in Angriff. Endlich hatte ich nach den letzten zwei Rennen wieder mal richtig gute Radbeine und ich hämmerte von Anfang an richtig hart in die Pedale. Bis zum Ende der 90km konnte ich mich fast bis ganz zur Spitzengruppe vorarbeiten und fand mich dann sogar mit der dortig zweitplatzierten im Wechselzelt zum Laufen beim Schuhe anziehen wieder.

Ich wechselte schnell und war nur 30 Sekunden hinter der Führenden – dabei hab‘ ich mir das erste Mal gedacht, heute kann ein richtig guter Tag werden. Leider bemerkte ich aber, dass ich durch das harte Radfahren keine Beine mehr zum Fliegen hatte. Eine starke Läuferin (spätere Siegerin) überholte mich bereits nach den ersten Kilometern. Ich kämpfte hart und lange Kopf an Kopf um den dritten Platz mit Yvonne van Vlerken. Leider musste ich ihr auf dem letzten Kilometer – beim Zielsprint – den Vortritt lassen und beendete das Rennen an 4ter Stelle. So schnell kann sich das Blatt wenden. Ich habe alles gegeben und bin super happy, mit meiner Leistung, mehr war einfach nicht drinnen. Ich war jetzt ziemlich lange noch zerstört und richtig müde von dem harten Fight am Schluss – freue mich aber bereits auf die nächsten Rennen die anstehen und bin motivierter den je um es endlich bis ganz an die Spitze zu schaffen!

Das nächste Trainingsrennen ist bereits diesen Samstag, wo ich beim Jannersee Sprint Triathlon in Lauterach am Start stehen werde.  Nächsten Sonntag geht es dann gleich weiter mit einem meiner absoluten Lieblingsrennen und meinem Heimrennen – dem Trans Vorarlberg Triathlon – wo ich wieder die Ehre habe, mich mit Yvonne van Vlerken zu batteln 😉 mal schauen, ob ich es diesmal schaffe, mich erstmals vor ihr zu platzieren. Ich würde mich freuen, so viele wie möglich von euch an der Strecke zu sehen und ihr mich über mein Limit pusht! Am Sonntag um 8:00 Uhr fällt dort der Startschuß in Bregenz – ich werde vorbereitet sein!

Eure, Bianca

Thx @Challenge Finland for the pictures!