Rennbericht: Ironman 70.3 World Champs Nizza

Veröffentlicht: 13. September 2019 in NEWS

Nach einer turbulenten Vorbereitungszeit, war ich schon soweit und wollte die 70.3 WM in Nizza absagen. Irgendwie lies es mir das dann aber doch nicht zu und ich startete trotzdem – komplett ohne Erwartungen.

Die Vorbereitung lief nicht nach Plan. Ich habe fast gar nichts trainiert nach dem TransVorarlberg, weil wir bemerkt haben, dass ich es mit dem Training vermutlich etwas übertrieben habe. Für mich ist das extrem schwierig, da ich ja nicht mal gut Tapern kann. Somit hatte ich auch nicht das Selbstvertrauen, welches ich habe, wenn ich starke Trainingseinheiten ‚raushaue‘ und voll im Training bin.

Nichtsdestotrotz gab ich dem ganzen eine Chance und stand am Samstag um 7:00 Uhr an der Startlinie mit nochmals 50 der Weltbesten Triathletinnen auf der Mitteldistanz.

Beim Schwimmen habe ich schon bemerkt, dass ich nicht wirklich schnell unterwegs bin und es hat sich eher nach einer Trainingseinheit wie nach einem Wettkampf angefühlt. Schlussendlich kam ich ziemlich weit hinten aus dem Wasser und es standen auch nicht mehr gerade viele Räder der Mädels in der ersten Wechselzone. Im Kopf war ich dennoch stark und ich dachte mir nur: „Na toll, dafür können mich jetzt nicht mehr viele Mädels von hinten einholen! :P“

Auf dem Rad hoffte ich auf mehr Power. Doch auch hier bemerkte ich von Anfang an, den Wettkampfbiss, welchen ich normalerweise habe, war auch hier nicht zu spüren. Die Radstrecke ist einfach unglaublich – knapp 2.000 Höhenmeter auf die 90km mit einer knackigen Abfahrt – hier könnte man sich super austoben, wenn man denn voll im Flow und Rennmodus wäre. Ich kämpfte mich eher mental über die 90km, wirklich anstrengend fand ich es eben nicht, da ich immer das Gefühl einer angezogenen Handbremse hatte. Bis zur zweiten Wechselzone konnte ich hauptsächlich in der Abfahrt noch ein paar Mädels einholen, aber der Abstand nach vorne war wirklich schon sehr, sehr groß.

Beim Wechsel zum Laufen, wollte ich das ‚Ding‘ dann lediglich noch nach Hause bringen und ich bin eigentlich nur noch meinen Stiefel durchgelaufen. Ich startete zwar komplett ohne Erwartungen, dennoch bin ich eine Profisportlerin und da zählt leider nicht mehr nur das dabei sein, wenn man weiß, dass man eigentlich viel stärker und besser abschneiden kann. Auf der Laufstrecke habe ich dann auch noch meine aller erste Zeitstrafe erhalten, weil einer meiner zwei Wasserbecher neben der Mülltonnen landete – habe ich nicht gewusst, wurde uns bei der Wettkampfbesprechung auch nicht gesagt und war wohl hier erstmals so. Dies kostete mich 3 Plätze – war mir dann aber wirklich auch schon egal. Trotzdem habe ich es durchgezogen und konnte als 37igste bei meiner ersten 70.3 (Mitteldistanz) WM finishen. Irgendwie war es für den Kopf dann doch noch ein Erfolg.

Das letzte große Event – die Ironman Langdistanz Weltmeisterschaft auf Hawaii – steht bereits in einem Monat an. Momentan gebe ich meinem Körper die nötige Erholung, damit ich die kommenden 3 Wochen nochmals gut Trainieren kann und am 12. Oktober in gewohnter Stärke am Start in der Kona Bay stehe. Wenn ich jetzt schon daran denke, bekomme ich Gänsehaut! 🙂

Eure, Bianca

Kommentare
  1. Artur Vögel sagt:

    Liebe Bianca! Danke für deinen Bericht. Auch wenn die letzten zwei bewerbe nicht nach deinen Möglichkeiten verlaufen sind, bin ich sicher, daß es das nächstemal wieder gut und besser geht. Weiterhin viel Glück und Ausdauer will ich dir wünschen. Liebe Grüße Artur Nb.: wenn du wieder zurück bist, hast du vielleicht doch einmal auf ein Gläschen Zeit?

    Von meinem iPad gesendet

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