Archiv für Juni, 2019

Rennbericht: Ironman 70.3 Luxemburg

Veröffentlicht: 21. Juni 2019 in NEWS

Mit guten Erinnerungen im Gepäck von meinem letzten Start 2014 reiste ich am Donnerstag mit unserem Teamkäpten Paul Reitmayr und seinem Dad nach Luxemburg – danke für’s kutschieren an dieser Stelle 😉

Wir wohnten ganz gemütlich neben einem Bauernhof etwa 10km vom Start entfernt, fühlten uns super wohl und willkommen und konnten es dann eh fast nicht mehr bis zum Start erwarten.

Am Sonntag um 8:45 Uhr war es dann soweit und wir durften uns in die Mosell stürzen. Das Schwimmen war für mich wieder mal ziemlich einsam – den mit den zwei Spitzenschwimmerinen Anna-Lena Pohl und der späteren Siegerin Simmonds konnte ich nicht mithalten. Ich stieg ca. 2 Minuten hinter der Spitze an 5ter Stelle liegend aus dem Fluss und startete wieder voll motiviert meine Aufholjagd auf dem Rad.

Nachdem die Gruppe, die direkt hinter mir aus dem Wasser kam ziemlich groß war, wollte ich gleich wegkommen und hämmerte gleich ordentlich in die Pedale. Die ersten 40km sind komplett flach, was es nicht einfacher macht, davon zu kommen – dennoch schaffte ich es, sah aber am Wendepunkt nach 20km bereits, dass ich alleine gegen die 6er Gruppe hinter mir nicht wirklich viel Abstand aufbauen kann. Am ersten Berg nach 40km konnten dann alle Mädels bei mir aufschließen und die Gruppe war somit ziemlich groß – was mir überhaupt nicht gefällt. Irgendwie hab‘ ich es dann geschafft zusammen mit Tondeur von der Gruppe wegzukommen und gegen Schluss konnte ich mich auch noch ein wenig von ihr distanzieren. Dennoch eine Ausreißerin (Thöes) und die sehr weit vorne in Fürhung liegende Simmonds konnte ich nicht mehr einholen.

Beim Wechsel auf die Laufstrecke, an 3ter Stelle liegend, war mir klar, dass eine sehr starke Läuferin vor und direkt (30sek.) hinter mir lag. Dennoch versuchte ich schnell mein Tempo zu finden und einfach vollgas zu geben. Ich war dann eh überrascht, dass ich nicht sofort von der später dritt platzierten Tondeur überholt wurde und die vor mir liegende Thöes sich auch nicht abartig distanzierte.

Schlussendlich wurde ich aber, wie ich bereits am Anfang der Laufstrecke schon geahnt hatte, 4te hinter der gerade frisch gekührten ITU Langdistanz Weltmeisterin Alexandra Tondeur. Für mich war es trotz Holzmedaille ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis – die anderen Mädels waren einfach stärker an diesem Tag und viel mehr war nach meinem harten Ironman-Trainingsblock einfach nicht rauszuholen 😉

Bei der Preisverteilung und der Slot Vergabe (gab nur einen Einzigen) für die 70.3 Weltmeisterschaft wurde ich am Abend dann noch überrascht. Nachdem der Sprecher die Erste fragte, ob Sie den Slot haben möchte und sie mit „Nein, ich hab‘ bereits einen!“ antwortete und das auch noch bei der zweit und dritt Platzierten so war – stand ich voll perplex da und war natürlich super glücklich und nahm den Slot sehr gerne an! Somit habe ich das gewünschte Ziel (micht für die 70.3 WM zu qualifzieren) von meinen Coach erfüllt 🙂 Jetzt muss ich nur noch in gut zwei Wochen beim Ironman Austria mein gestecktes Ziel – die Hawaii-Quali für 2019 – erfüllen.

Ich hoffe ihr drückt mir dann wieder alle ganz fest die Daumen und glaubt an mich, sowie ich, dass ich es schaffen kann – das würde mich sehr freuen! 🙂

Eure Bianca