Archiv für Mai, 2019

Rennbericht: Ironman 70.3 St. Pölten

Veröffentlicht: 29. Mai 2019 in NEWS

Die Einheiten nach meinem letzten Rennen liefen weiterhin immer besser, ich fühlte mich immer fitter und war gespannt, ob ich mein Ziel – ein Podiumsplatz – wohl dieses Jahr in meiner Heimat beim Ironman 70.3 Austria schaffen konnte.

Ich reiste bereits am Donnerstag mit meiner Mum nach St. Pölten. Da am Freitag in der Früh, dann auch gleich die Pressekonferenz und das Pro-Briefing stattfand. Dort angekommen, wurde ich gleich mal von dem ein oder anderen Medienbeauftragten als Top-Favoritin für den Sieg hingestellt. Meine Antwort darauf war dann nur: „Okay, super – gehen wir gleich heute schon feiern?!“ 😉 Ich sah alles ganz locker, aber es war mir schon bewusst, dass ich gute Chancen auf den Sieg hätte und machte mir dann schon selber auch etwas Druck und konnte es dann fast nicht mehr bis Sonntag erwarten. Das coolste war dann noch der ‚Überraschungsbesuch‘ von meinem Freund – der am Samstag abend, ohne das ich es gewusst habe, noch nachreiste 🙂

Am Sonntag vor dem Rennstart, war ich extrem nervös und mir wurde mega übel (so hatte ich das bis dato noch nie) um 7:03 Uhr fiel dann zum Glück der Startschuss und alles war wieder gut und ich im vollen Rennmodus. Das Schwimmen verlief ziemlich unspektakulär und ich kam sogar zusammen mit Julia Gajer an dritter Stelle liegend nur etwa 2 Minuten hinter der Spitzenschwimmerin Anna-Lena Pohl aus dem Wasser.

Ich wechselte schnell und wollte schnellstmöglich die Führende einholen. Was mir dann bereits auch am ersten Berg bei km 30 gelungen ist und ich die Führung dann übernommen habe. Diese konnte ich allerdings nicht länger als bis km 70 halten, als mich die spätere Siegerin Sara Svenks am letzten Berg eingeholt hat und einen hammer Radsplit hinzauberte. Im ersten Moment dachte ich mir, wer bist denn du jetzt? Und war natürlich etwas enttäuscht, da ich dachte, dass ich schon ziemlich flott unterwegs war und es nicht so einfach wäre mich einzuholen. Dann sah‘ ich natürlich auch noch von hinten die definierten ‚Beinchen‘ von ihr, und mir war klar, die kann bestimmt auch noch gut Laufen. Nichts desto trotz, versuchte ich konzentriert zu bleiben und mich weiter zu pushen, damit nicht noch jemand von hinten an mir vorbei kommt.

In der zweiten Wechselszone angekommen – immer noch an zweiter Stelle liegend – war ich gut 1,5 Minuten hinter der Führenden. Ich wechselte wiederum schnell und machte mich auf den abschließenden Halbmarathon. Anfangs fühlte sich der Lauf ziemlich hart an und die 3 und 4 Platzierte kamen immer näher von hinten. Dank den ganzen Zuschauern an der Strecke – welche mich derart gepuscht haben und meinem Freund und Utz Brenner (Trainer von Laura Zimmermann) welche zwei mir immer die Durchgangszeiten genauestens angegeben haben (herzlichen Dank dafür!!), konnte ich in der zweiten Runde (es waren zwei 10,5km Runden zu laufen) nochmals etwas Tempo zulegen und meinen zweiten Platz bis ins Ziel glücklicherweise behalten.

Im Ziel freute ich mich dann riesig über mein erstes Podium hier in Österreich – die Stimmung war ein Wahnsinn! Dennoch liebäugelte ich mit dem Sieg und war auch ein ganz wenig enttäuscht, dass es nicht bis ganz nach vorne gereicht hat. Eine war einfach schneller an diesem Tag – was ich ihr auch von Herzen gönne und sie mit ihrer spektakulären Aufholjagd auch mehr als verdient hat. Mich spornt dies an, bei den nächsten Einheit wieder alles zu geben und noch fitter zu werden, damit ich es vl beim nächsten Rennen dann bis ganz nach oben schaffe. Mein Feuer brennt jetzt auf alle Fälle noch mehr!

Am kommenden Wochenende geht es bereits weiter mit dem legendären Lustnouar Ironmännli (Sprint) und am 16.6 starte ich bereits bei der nächsten Mitteldistanz dem Ironman 70.3 in Luxemburg. Ich freu‘ mich jetzt schon wieder auf die Rennen und werde euch dann wieder berichten.

Bis dann – macht’s gut und ich hoffe und würde mich freuen, wenn ihr wieder mit mir mitfiebert! 🙂

Eure, Bianca

Rennbericht: Challenge Riccione

Veröffentlicht: 7. Mai 2019 in NEWS

Nach 5 Tagen am Fuschelsee mit meinem Skinfit Racing Tri Team beim Tri Opening im Hotel Mohrenwirt (an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Jaki!) ging es für mich mitte Woche ab nach Italien zu meinem ersten Rennen der Saison.

Ich ging mit gemischten Gefühlen an den Start – das erste Rennen der Saison ist immer speziell, da man nicht genau weiß, wo man steht und der letzte Triathlon mit 7 Monaten doch schon ein Weilchen her ist.

Die Wettervorhersage für Sonntag war anfangs sehr schlecht – was mir allerdings nichts ausmachte und ich mich trotzdem riesig auf’s Rennen freute. Am Wettkampftag war es dann anfangs gar nicht so schlecht wie erwartet und wir hüpften pünktlich um 9:35 Uhr mit dem Startschuss ins Wasser.

Beim Schwimmen im Meer konnte ich schnell mein Tempo finden und bis zum Schluss gut durchziehen. Allerdings waren 8 Mädels schneller – was mich nicht wunderte, denn die Italiener/innen sind bekanntlich gute Schwimmer und die Schwimmzeiten in den Rennen im Süden sind daher meist sehr schnell.

Ich machte mir nichts daraus, war sehr zufrieden mit meinem Schwimmen und startete mit einem Rückstand von gut 2 Minuten meine Aufholjagd auf dem Rad. Anfangs fühlte ich mich richtig gut und ich konnte gleich schon mal einige Mädels einsammeln. Die Beine waren zwar nicht zu 100% so wie ich mir sie gewünscht hätte, trotzdem habe ich aber weiterhin Druck gemacht – ohne zu wissen an welcher Stelle ich überhaupt genau lag. Einzigst die führende Italienerin (in Begleitung mit 3 Motorräder) ist mir bei den Wendeschleifen (es waren 2 Runden zu absolvieren) immer wieder entgegen gekommen. In der Mitte der Radstrecke hatte ich mal kurz einen ‚Hänger‘ aber auf den letzten 30km wollte ich nochmals alles rausholen und den Abstand zu den vor mir liegenden Mädels weiter verkleinern. Am Ende der Radstrecke, etwa 3km vor dem Bike Finish, konnte ich auf die dortig 2 & 3 Platzierte (Elisabetta Curridori und Nina Derron) aufschließen und ich kam dann sogar an 2ter Stelle liegend mit gut 2,5 Minuten Rückstand auf die führende Italienerin Margie-Santimaria in die zweite Wechselzone.

Wir waren also zu dritt gleichzeitig in der zweiten Wechselzone und wechselten zusammen auf den abschließenden Halbmarathon. Elisabetta schlug ein scharfes Tempo an, welches ich und Nina nicht mithalten konnten. Somit liefen ich und Nina für etwa eine halbe Runde – von drei zu laufenden – nebeneinander. Es regnete aus Kübeln und kurzzeitig war das Gewitter so stark, dass es sogar hagelte. Dies lies uns aber alle nicht davon abhalten, so schnell wie möglich zu Laufen, auch wenn die Pfützen schon eher kleine Seeen waren. Schlussendlich konnte ich mich von Nina Derron distanzieren und wurde im Ziel dafür, wie letztes Jahr, mit dem 3. Platz belohnt. Ein wenig bitter war, dass es zum Schluss nur noch 15 Sekunden waren, welche mir auf den 2. Platz gefehlt haben. Leider habe ich das unter dem Rennen nicht mitkommen und erst 150m vor dem Ziel bemerkt bzw. gesehen.

Trotzdem bin ich super happy mit meiner Leistung, da ich in allen drei Disziplinen deutlich besser war, wie im letzten Jahr (vergleichen ist natürlich immer schwierig, aber es war so 😉 ) Zwei Mädels waren aber an diesem Tag einfach wieder schneller – ich werde hart daran Arbeiten, dass sich das für’s nächste Mal hoffentlich umdreht bzw. ändert 😉

Für mich geht es bereits in die Vorbereitung für das nächstes Rennen – dem Ironman 70.3 St. Pölten. Ich freu‘ mich schon auf das tolle Heimrennen und blicke zuversichtlich und mit mehr Selbstvertrauen auf den 26.05.2019.

Ich hoffe ihr drückt mir dann wieder die Daumen! 🙂

Eure, Bianca

Thx to Andrea Guerriero for all the pictures!