Rennbericht: Trans Vorarlberg Triathlon

Veröffentlicht: 28. August 2018 in NEWS

Mein Heimrennen und eines meiner absoluten Lieblingsrennen ist nun auch Geschichte und ich kann es noch immer kaum glauben, dass es so für mich ausgegangen ist!

Ich habe die letzten Tage vor dem Rennen sehr viel und hart trainiert und hatte nicht das Gefühl, dass mein Trainer das Rennen so ernst nimmt wie ich ich es gerne gehabt hätte, trotzdem habe ich natürlich alles gemacht, was mein Coach Robert Mücke mir sagte 😉 und kann nur Danke sagen, dass er mich so schnell macht und so gut coacht, dass ein Rennen auch als Vorbelastung derart gut ausfallen kann.

Am Sonntag nach dem Schwimmen, war ich etwas überrascht, dass ich nicht ganz vorne mit aus dem Wasser stieg, da ich dachte, dass ich doch sehr schnell unterwegs war. Mit knapp 15 Sekunden Rückstand auf die Führende Yvonne Van Vlerken kam ich in die erste Wechselzone. Ich wusste aber, dass ich mit einem schnellen Wechsel, die Zeit gleich wieder reinholen konnte, da ich nichts überziehen musste, weil ich die kalten Temperaturen ja sehr gerne habe im Wettkampf. So war es dann auch und ich ging direkt hinter Yvonne auf die Radstrecke.

Beim ersten langen Anstieg von Bregenz nach Langen, hat Yvonne gleich ordentlich Druck gemacht und ich musste hart kämpfen um nicht wegzufallen. In Langen angekommen holte uns bereits eine weitere starke Athletin – Nina Derron – ein und ich wollte diese natürlich nicht davonziehen lassen und hab‘ nochmals einen Gang zugelegt. Dann habe ich, dank meinem Heimvorteil, früh versucht, die Gruppe zu sprengen und bin jeden noch so kleinen Hügel und jede Kurve – welche ich in und auswendig kenne – so scharf und schnell gefahren, wie ich nur konnte und fühlte mich dabei richtig stark. Durch meine Attacken habe ich schon früh im Rennen ordentlich Körner gebraucht, war aber trotzdem überrascht, dass ich wirklich von den zwei Mädels weg kam. Beim langen etwas flacheren Streckenabschnitt von Egg bis nach Schoppernau habe ich dann versucht nicht zu überpacen aber auch nicht meinen aufgebauten Vorsprung zu verlieren. Was mir glücklicherweise und dank den zahlreichen Zuschauern – rundum meiner Familie und vieler meiner Freunde – tatsächlich gelungen ist. Vielen vielen Dank an dieser Stelle an jeden Einzelnen an der Strecke – ihr wart der absolute Wahnsinn! Mit einem Vorsprung von knapp 4 Minuten kletterte ich mit dem Rad den Hochtannbergpass hoch. Kurz vor dem Gipfel, war mein Tank dann leer und ich musste sehr schwer kämpfen. Ich schaffte es aber trotzdem und kam mit gut 4,5 Minuten Vorsprung in die zweite Wechselzone und begab mich als Führende auf die Laufstrecke.

Die Beine waren alles andere als leicht und die ersten Schritte beim Laufen fühlten sich sehr unangenehm und schmerzhaft an. Ich dachte mir nur, den anderen Mädels wird es nicht anders gehen und ich kämpfte um jeden Schritt und jede Sekunde. Ohne meinen Freund, und seine immer passenden Worte, welche er mir in jeder Situation immer zuruft, hätte es aber durchaus anders ausgehen können – Danke Schatz für deine perfekte Betreuung! Nach der ersten 6km Runden von den zwei, welche zu laufen waren, hatte ich immer noch 4 Minuten Vorsprung und langsam glaubte ich, dass ich es heute wirklich schaffen könnte, als Erste über die Ziellinie zu laufen. Bei der zweiten Runde hatte ich dann nochmals Krämpfe bei einem sehr steilen Anstieg und einmal knickte ich um, weil ich auf einen großen Stein gehüpft bin – da dachte ich mir nur: „Mach‘ jetzt ja keinen Blödsinn, brich dir nicht noch das Bein und konzentriere dich!“ Beim letzten Wendepunkt – 3km vor dem Ziel, konnte ich keine meiner Verfolgerinnen sehen und da wusste ich, den Sieg gebe ich nicht mehr her. Die Emotionen kamen in mir hoch und die Gedanken an die sehr vielen harten Trainingseinheiten, über alle Freunde und die Familie an der Strecke lösten starke Gefühle bei mir aus und ich hatte nur noch Gänsehaut bis ins Ziel und war mega happy, dass ich als Siegerin beim diesjährigen Trans Vorarlberg Triathlon, trotz einer durchaus sehr starken Besetzung, über die Ziellinie laufen durfte!

Herzlichen Glückwunsch auch an all‘ meine Teamkollegen: Sebastian Neef ebenso zum Sieg sowie Roman Deisenhofer zu Platz 3 und Lena Berlinger zu Platz 2!

Ich möchte mich bei allen und vor allem beim Veranstalter, allen Helfern und dem OK-Team (Thomas&Johannes Kofler, Günther Forster, Dominik Berger und vielen mehr!) für diesen richtig genialen Tag bedanken. Danke auch an Denny vom Tannbergerhof für die tolle Überraschung am Abend mit dem geilsten Team! Solche Tage vergisst man als Sportler nie mehr in seinem Leben und das ist es, was der Sport ausmacht und das Leben für mich so lebenswert macht! #thankful

Thx an @Frederick Sams für die coolen Bilder!

Next stop: Challenge Walchsee 02. September 2018 🙂

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