Archiv für Mai, 2018

Rennbericht: Ironman 70.3 St. Pölten

Veröffentlicht: 31. Mai 2018 in NEWS

Ich habe mich sehr rasch von meinem letzten Rennen (der Challenge Lissabon) erholt und war voll motiviert für den Ironman 70.3 in St. Pölten.

Beim Schwimmen habe ich diesmal die Beine der schnelleren Truppe leider nicht halten können und musste nach ein paar hundert Metern gleich abreisen lassen. Somit kämpfte ich mich alleine über die 1,9km in den zwei Seen. Glücklicherweise war der Abstand nach Vorne dann aber trotzdem nicht so extrem groß.

Die Taktik, auf dem Rad, am Anfang etwas langsamer zu starten und erst ab der Hälfte Gas zu geben, habe ich gleich mal über Bord geworfen und ich bin einfach wie Irre losgefahren. Leider spürte ich aber bei dem ersten kleinen Anstieg schon, dass ich an diesem Tag nicht gerade die besten Beine hatte. Trotzdem kämpfte ich weiter und weiter bis ich schlussendlich sogar ein paar Profimänner einsammeln konnte (die starteten 5 Minuten vor uns Frauen). Somit war die Motivation für die letzten 30 Kilometer natürlich nochmals gestiegen und ich hab‘ nochmals alles gegeben.

Beim Wechsel zum Laufen habe ich mich gleich ganz gut gefühlt und es hat richtig Spaß gemacht loszulaufen. Im Nacken lauerte mir – die zurzeit sehr starke Läuferin Eva Wutti (Marathonbeszeit 2:37 Std.) und ich wusste, dass der Abstand nicht groß war, aber dies motivierte mich fokussiert und so schnell wie möglich zu Laufen. An den Verpflegungsstationen wollte ich möglichst wenig Zeit verlieren, was garnicht so einfach war,  denn es war richtig heiß. Meine Laufform steigt aber von Rennen zu Rennen und somit konnte ich den tollen 5 Rang mit einer für mich neuen Bestzeit auf dieser Strecke bis ins Ziel bringen und es konnte mich niemand mehr einholen.

Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, wobei ich mich über ein Podium natürlich noch sehr viel mehr gefreut hätte. Allerdings wusste ich, dass ich für ein Top 3 Platz bei diesem Starterfeld einen gewaltigen Tag erwischen musste, was nach drei Mitteldistanzrennen in 4 Wochen nicht der Fall war – das war mir aber im Vorhinein schon klar. Trotzdem wollte ich unbedingt bei einem der schönsten Ironman 70.3 Rennen am Start stehen und mich mit den Besten der Besten in diesem sehr starken Feld messen. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr mit einem Podium vor heimischem Publikum. Ich bleibe jedenfalls fleißig und versuche nächstes Jahr noch schneller zu sein.

Jetzt werde ich noch ein paar kleinere Wettkämpfe machen um meine Schnelligkeit bis zu meinem Highlight der Challenge in Roth am 1. Juli nicht zu verlieren. Angefangen mit dem legendären Ironmännli in Lustenau diesen Sonntag! Ich freu‘ mich schon auf das kleine Spektakel im Lustenauer Ried und wenn ich einige von euch dort treffe! 🙂

Eure, Bianca

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Rennbericht: Challenge Lissabon (PRT)

Veröffentlicht: 23. Mai 2018 in NEWS

Zweites Rennen und mit wiederum Rang 3 ein weiteres Podium der Saison.

Ich reiste letzte Woche kurzentschlossen mit Thomas nach Lissabon zur Challenge Lisboa. Obwohl alles wirklich auf die letzte Minute mit der Reise hinauslief, war die Anreise ganz entspannt. Wir waren sofort von der Stadt fasziniert und machten uns am ersten Tag auch gleich mal mit der Metro auf Sightseeing Tour in die tolle Altstadt. Gemütlich Cappuccino trinken und Pastéis de Nata (süße Spezialität der Portugiesen) essen, waren die perfekte Vorbereitung für das Rennen.

Am Samstag um 7:35 Uhr fiel dann der Startschuss für die Frauen. Das Schwimmen verlief genau nach Plan und ich habe versucht, immer an den Beinen einer schnelleren Schwimmerin dranzubleiben. Was mir glücklicherweise – jedoch mit sehr viel Aufwand – bis zum Schwimmausstieg gelang und ich somit dieses Mal nur noch 2 Minuten hinter der Spitze, an 5ter Stelle liegend, aus dem Wasser kam.

Auf dem Rad startete ich gleich meine Aufholjagd. Allerdings fühlte ich mich am Anfang nicht so mega gut und ging daher die erste der vier Radrunden eher ‚ruhig‘ an. Mein Ziel war es, jede Runde ein wenig schneller zu Fahren – was auch funktionierte und ich mit jeder Runde der Spitze näher kam. In der dritten Runde habe ich aufgeschlossen – nur Corinne Abraham (spätere Siegerin) war dann als Ausreißerin noch vorne und nicht mehr erreichbar für mich. Bei der letzten Runde habe ich dann nochmals alles gegeben und habe mir noch einen Vorsprung auf die 4er Mädelstruppe von etwa 1,5 Minuten rausgefahren.

Somit startete ich 30 Sekunden hinter der Führenden Corinne Abraham – ich konnte den Vorsprung von ihr in der letzten Runde sogar noch ein wenig reduzieren und fast auf sie aufschließen – in den abschließenden Halbmarathon. Bei den ersten Schritten spürte ich schon, dass dies ein guter Lauf werden könnte. Es waren 4 Runden zu Laufen und somit konnte man nach allen 2,5km sehen, wo man sich platzierungsmäßig genau befindet und was die anderen Mädels so machten. Die 4 Verfolgerinnen kamen dann aber schneller als von mir erwartet und ich fühlte mich sehr gejagt. Mein Fokus lag zu 100% bei mir, ich habe alles gegeben was ich konnte und Thomas hat mich mit seinen Worten nochmals zusätzlich gepuscht. Schlussendlich konnte mich ’nur‘ noch eine Dame (Katrien Verstuyft) überholen und ich konnte mich von den anderen Mädels sogar noch distanzieren. Somit landete ich auf dem dritten Gesamtrang.

Ich bin überglücklich mit dem Ergebnis, vor allem, weil es für mich von der Leistung her das beste Mitteldistanz Rennen war, was ich bis jetzt gemacht habe.

Die Pause zum verschnaufen ist nicht lange, denn dieses Wochenende heißt es beim Ironman 70.3 in St. Pölten bereits wieder VOLLGAS geben! 🙂

Wünsche euch noch eine schöne Woche und allen Startern viel Erfolg bei den Rennen!

Eure, Bianca

 

 

Rennbericht: Challenge Riccione (ITA)

Veröffentlicht: 10. Mai 2018 in NEWS

Mein erstes größeres Rennen, die Challenge Riccione, ist Geschichte und ich bin super happy mit dem Saisonseinstieg.

Die Woche vor dem Rennen war ich noch mit meinem Skinfit Racing Team beim Triopening am Fuschelsee im Hotel Mohrenwirt mit dabei. Hartes Training, lustige Gespräche mit tollen Leuten und super Essen waren somit die perfekte Vorbereitung für mein erstes Rennen der Saison. Herzlichen Dank nochmals an Jacki und sein Team!

Am Donnerstag ging es dann ab Richtung Süden und ich habe auf dem Weg in Innsbruck noch meine Trainingspartnerin und Freundin Yvonne Van Vlerken mit aufgeladen und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zur Challenge Riccione. Nach 5 Stunden Mädelsgequatsche und der Klimaanlage verlor ich am Abend leider meine Stimme und hatte enormes Halsweh. Um nichts zu riskieren, gab es für mich mehr Ruhe vor dem Rennen als geplant, doch ich nahm das sehr entspannt und dachte mir nur, dass ich dafür im Rennen dann umso mehr Power haben werde.

Der Startschuss am Sonntag fiel erst um 10:02 Uhr und somit war kein extrem frühes Aufstehen nötig und alles war sehr entspannt – bis auf ein wenig Nervosität natürlich. Beim Schwimmen im Meer fühlte ich mich von Anfang an sehr wohl, obwohl ich heuer dabei erst das erste Mal im Freiwasser war. Ich liebe es einfach im Freiwasser und vor allem im Meer Wettkämpfe zu bestreiten. Ganz vorne kam ich natürlich nicht aus dem Wasser, aber der Abstand zu den besten Schwimmern war mit ca. 3 Minuten überschaubar.

Auf dem Rad versuchte ich von Anfang an mein Tempo zu fahren und wollte auf keinen Fall Yvonne (wir kamen zusammen aus dem Wasser) ziehen lassen. Das Tempo war aber schon sehr hoch und ich musste ordentlich kämpfen, Sie nicht aus meinem Sichtfeld (das ist zum Glück nicht so weit – ich bin kurzsichtig 😉 zu verlieren. Was ich bis zum Wendepunkt und dem höchsten Punkt der Strecke bei km 45 aber fast immer geschafft habe. Ich hatte keine Ahnung auf welchem Platz ich liege und konzentrierte mich eigentlich nur darauf mein Tempo konstant hochzuhalten. Beim Rückweg wo es eigentlich meist nur flach und leicht bergab ging fühlte ich mich extrem stark und ich und Yvonne wechselten ständig unsere Plätze ab um weiter nach vorne zu kommen – natürlich mit korrektem Abstand! Die letzten Kilometer gab ich nochmals alles und bei der letzten Schleife konnte ich die Führende fast noch einholen und ich wechselte somit als zweite Dame 40 Sekunden dahinter auf die abschließende Laufstrecke – soweit vorne war ich bis dato noch nie bei einem Challenge Rennen.

Bei den ersten Schritten auf der Laufstrecke spürte ich schon, so gut wie auf dem Rad fühle ich mich heute beim Laufen leider nicht. Trotzdem versuchte ich gleich mein angepeiltes Tempo zu laufen, was mir allerdings aufgrund von komischem Seitenstechen nicht ganz möglich war. Die Führende war in Sichtweite, aber ich kam nicht näher an sie heran und Yvonne holte mich dann auch gleich ein und übernahm nach nur 3 km dann bereits auch schon die Führung. Ich musste schwer mit mir selbst kämpfen, es war nicht extrem heiß aber mir war es einfach zu schwül und ich konnte einfach nicht mehr Gas geben. Dafür muss ich mich bei allen Zuschauern, vor allem bei meinen zwei Jungs Sebi und Roman (welche beide leider aus gesundheitlichen Gründen das Rennen vorzeitig beenden mussten) sowie Yvonne bedanken – welche mir immer genau die Worte und Tipps zugerufen hat, wenn sie mir auf der Laufstrecke entgegen kam, welche mein Kopf hören wollte (mit 18 Jahren im Triathlongeschäft, kennt sie sich halt einfach aus!) Das hat mir unglaublich geholfen und ich habe den 3 Platz und somit mein erstes Challenge Podium bis ins Ziel nicht mehr hergegeben! Danke Coach (Robert Mücke), wir sind auf dem richtigen Weg 🙂

Der Trip nach Riccione hat sich mehr als rentiert. Super tolle Leute und eine top organisiertes Rennen – Danke dem Veranstalter – auch für die Tasche voll mit Happiness Kleidung und das Cap mit dem eigenen Namen – wo gibt’s den sowas – love Italy!

Nun habe ich mich mit dem 3. Platz für die Challenge WM in Samorin (Slowakei) qualifiziert und bin gerade am grübeln ob ich da starten soll. Mein nächstes Rennen ist der Ironman 70.3 in St. Pölten – worauf ich mich schon riesig freue. Was danach kommt lasse ich noch auf mich zukommen, aber vielleicht wage ich es ja, eine Woche nach St. Pölten, bei der Challenge WM in Samorin an den Start zu gehen um mich dann mit den Besten der Besten zu messen – mal schauen, bis dahin, muss ich dann noch ein bisschen brav trainieren!

Aber jetzt kommt ja der Sommer und somit die schönste Zeit im Freien – geht raus und genießt die Freiheit!

Eure, Bianca