Archiv für November, 2017

Rennbericht: Ironman Arizona

Veröffentlicht: 29. November 2017 in NEWS

Die Saison ging mit dem Ironman Arizona nun für mich zu Ende. Nach meinem Sturz, 2 Tage vor dem eigentlich geplanten Saisonabschluß beim Ironman in Italien, wollte ich meine gute Form nicht einfach so stehen lassen und entschied mich noch für einen Start beim Ironman in Arizona.

Meine Vorbereitungen liefen sehr vielversprechend und ich habe hart für das Rennen trainiert. Ich reiste nur 3 Tage vor dem Rennen nach Arizona und blieb in der MEZ Zeit um nicht in den Jetlag zu fallen. Der Plan war gut aber ich habe die Temperaturen etwas unterschätzt.

Beim Schwimmen war alles im grünen Bereich und ich kam nicht weit hinter der Spitze und den Verfolgern aus dem Wasser.

Auf dem Rad habe ich mir das Tempo gut eingeteilt (es waren 3 Runden à 60km zu absolvieren) wobei ich jede Runde schneller fahren wollte. Ich fühlte mich anfangs richtig gut, habe mich extra noch etwas zurückgehalten und wollte gegen Schluss nochmals aufdrehen. Leider kam es bei etwa Kilometer 140 zu einem Sturz und eine Agegroupathletin hängte bei meinem Lenker ein und es kam zu einer kleinen Massenkarambolage (auf der dritten Runde waren einfach extrem viele Athleten auf der Strecke). Ab diesem Zeitpunkt lief dann irgendwie nicht mehr alles wie am Schnürchen und ich verlor total meinen Rhythmus.

Mein Plan war es dann, einen schnellen Marathon zu laufen. Da das Training beim Laufen doch richtig gut lief und ich wusste, dass ein 3:10 Std. Marathon wie 2015 in Chattanooga in mir steckt! Leider gefiel das meinem Körper nicht und ich bemerkte gleich von Anfang an, dass ich das Tempo niemals durchlaufen kann. Bei allem Bemühen, es ging einfach nicht. Nicht nur die Temperaturumstellung (von 0°C und Schnee in die Wüste mit 30°C genau am Wettkampftag) auch der extreme Wadenkrampf, welcher mir eine 2-wöchige Laufpause direkt vor dem Rennen bescherte, waren der Grund für einen der härtesten Marathons die ich bis jetzt gelaufen bin. Dank meinem Supporterteam (meiner Mama und meinem mega Homestay Mary!) kämpfte ich mich aber trotzdem irgendwie durch und erreicht das Ziel schlussendlich als 8te Dame in einem doch sehr starken Starterfeld.

Wer mich kennt, weiss, dass ich damit natürlich nicht super happy bin.  Ich werde aber dafür kämpfen, dass wieder Tage kommen, an denen es richtig gut läuft und ich auch mit mir zufrieden bin 😉

Insgesamt bin ich aber durchaus zufrieden mit meiner Saison heuer! Jetzt freue ich mich auf eine paar sehr ruhige Wochen rundum den Sport und gehe Skifahren, treffe mich mit Freunden, gehe Shoppen oder mach‘ einfach mal das, worauf ich gerade Lust und Laune habe 🙂

Ich möchte mich bei all‘ meinen Sponsoren für die Unterstützung für das Jahr 2017 bedanken – da kann man nicht oft genug Danke sagen, denn ohne euch wäre das alles einfach nicht möglich! Herzlichen DANK dafür!!

Ich wünsche euch allen eine schöne vorweihnachtliche Zeit!

Eure Bianca

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