Archiv für Juni, 2016

Rennbericht: Ironman 70.3 ITALY Pescara

Veröffentlicht: 14. Juni 2016 in NEWS

Vergangenen Sonntag startete ich nach 2013 das zweite Mal beim Ironman 70.3 Pescara. Damals hatte ich ein bescheidenes Rennen und somit noch eine Rechnung offen.

Wir reisten am Mittwoch an und hatten eine total lustige Truppe (Danke an Alle!) – das fühlte sich alles mehr nach Urlaub wie nach Wettkampfwoche an. Nervosität war zumindest bis kurz vor dem Start nicht vorhanden.

Eigentlich denkt man ja in Italien bei Sonne, Strand und Meer an warme Temperaturen, doch beim Start zog ein starkes Gewitter auf und nachdem die Profimänner gestartet waren, windete es sogar den Ironman Startbogen auf uns Profimädels zu. Trotzdem ging es weiter und nach 2 Minuten waren auch wir Frauen im Wasser und kämpften uns durch das sehr wellige Meer. Was ich nicht mitbekam war, dass danach das Rennen für die Agegrouper abgebrochen wurde und somit eine Unruhe im Startgelände entstanden ist. Ein weiteres Problem war, dass ich keinen Ausstieg mehr gefunden hatte, da man auch den Schwimmausstiegsbogen aufgrund des Windes abgebaut hat. Irgendwie kam ich dann aber doch an der richtigen Stelle raus, es standen nur tausend verwirrte Agegrouper vor mir, welche den Auslaufkanal versperrt hatten – ich kämpfte mich zusammen mit dem Sprecher (Danke nochmals für deinen Einsatz Til und sorry für das Tier in mir!) durch die Massen. Es wunderte mich ein bisschen, dass da noch kein Durchgang entstanden ist, da ich ja sicher nicht als erste Dame aus dem Wasser kam – ich war zum falschen Zeitpunkt einfach am falschen Ort. Trotzdem kam ich dann irgendwie zu meinem Wechselbeutel und war dann endlich als 4te Dame auf dem Rad.

Auf der Radstrecke merkte ich gleich am Anfang, bei der Auffahrt auf die Autobahn, dass meine Beine nicht wirklich fit sind und sie „brannten“ dort schon. Ich dachte mir dabei nur: „Mann muss sich nicht immer gut fühlen um ein gutes Rennen zu machen!“ Mit diesem Gedanken strampelte ich die Kilometer runter. Bis in die zweite Wechselzone konnte ich mich bis auf den zweiten Platz vorarbeiten – was mich sehr positiv stimmte. Einzig Nicola Spirig (Olympiasiegerin 2012) setzte sich vorne von mir ab. Mit einem Rückstand von +8 Minuten wechselte ich dann auch auf die Laufstrecke.

Der Halbmarathon war dann ein bisschen ein Überraschungspaket, da ich seit dem Ironman 70.3 Barcelona anstelle des Lauftrainings nur Aquajogging bis hin zum Rennen machen konnte. Trotzdem fühlte ich mich gut und ich konnte das angeschlagene Tempo sowie meine Platzierung von Anfang bis zum Schluß halten. Das führte somit zu meiner bisher besten Platzierung bei einem Ironman 70.3 Event und zwar einem 2ten Platz!

In einer anderen Galaxy – so beschrieben es die Medien – lief allerdings die Siegerin. Mit einem 1:14 Halbmarathon war einzigst der Sieger bei den Männern schneller als sie. Etwas enttäuscht war ich im Ziel dann von dem Abstand von etwa 22 Minuten auf die Erstplatzierte. Aber es gibt eben solche Ausnahmeathleten, welche alle andern dann einfach nur noch in den Schatten stellen. Ich habe Respekt und werde aber weiter kämpfen und versuchen, den Abstand zu verkleinern! Und vielleicht entpuppe ich mich ja auch mal zu solch einer Rakete und komme in andere Galaxien 😉

Ich freue mich jedenfalls, dass ich wieder einige Punkte sammeln konnte und meinem Ziel der Hawaii-Quali wieder ein Stück näher gekommen bin. Jetzt gibt es noch einen kleinen Block Ironman Training bevor es dann am 3. Juli beim Ironman Frankfurt wieder ernst wird.

#holdontothevision

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