Rennbericht: Trans Vorarlberg Triathlon

Veröffentlicht: 28. August 2018 in NEWS

Mein Heimrennen und eines meiner absoluten Lieblingsrennen ist nun auch Geschichte und ich kann es noch immer kaum glauben, dass es so für mich ausgegangen ist!

Ich habe die letzten Tage vor dem Rennen sehr viel und hart trainiert und hatte nicht das Gefühl, dass mein Trainer das Rennen so ernst nimmt wie ich ich es gerne gehabt hätte, trotzdem habe ich natürlich alles gemacht, was mein Coach Robert Mücke mir sagte 😉 und kann nur Danke sagen, dass er mich so schnell macht und so gut coacht, dass ein Rennen auch als Vorbelastung derart gut ausfallen kann.

Am Sonntag nach dem Schwimmen, war ich etwas überrascht, dass ich nicht ganz vorne mit aus dem Wasser stieg, da ich dachte, dass ich doch sehr schnell unterwegs war. Mit knapp 15 Sekunden Rückstand auf die Führende Yvonne Van Vlerken kam ich in die erste Wechselzone. Ich wusste aber, dass ich mit einem schnellen Wechsel, die Zeit gleich wieder reinholen konnte, da ich nichts überziehen musste, weil ich die kalten Temperaturen ja sehr gerne habe im Wettkampf. So war es dann auch und ich ging direkt hinter Yvonne auf die Radstrecke.

Beim ersten langen Anstieg von Bregenz nach Langen, hat Yvonne gleich ordentlich Druck gemacht und ich musste hart kämpfen um nicht wegzufallen. In Langen angekommen holte uns bereits eine weitere starke Athletin – Nina Derron – ein und ich wollte diese natürlich nicht davonziehen lassen und hab‘ nochmals einen Gang zugelegt. Dann habe ich, dank meinem Heimvorteil, früh versucht, die Gruppe zu sprengen und bin jeden noch so kleinen Hügel und jede Kurve – welche ich in und auswendig kenne – so scharf und schnell gefahren, wie ich nur konnte und fühlte mich dabei richtig stark. Durch meine Attacken habe ich schon früh im Rennen ordentlich Körner gebraucht, war aber trotzdem überrascht, dass ich wirklich von den zwei Mädels weg kam. Beim langen etwas flacheren Streckenabschnitt von Egg bis nach Schoppernau habe ich dann versucht nicht zu überpacen aber auch nicht meinen aufgebauten Vorsprung zu verlieren. Was mir glücklicherweise und dank den zahlreichen Zuschauern – rundum meiner Familie und vieler meiner Freunde – tatsächlich gelungen ist. Vielen vielen Dank an dieser Stelle an jeden Einzelnen an der Strecke – ihr wart der absolute Wahnsinn! Mit einem Vorsprung von knapp 4 Minuten kletterte ich mit dem Rad den Hochtannbergpass hoch. Kurz vor dem Gipfel, war mein Tank dann leer und ich musste sehr schwer kämpfen. Ich schaffte es aber trotzdem und kam mit gut 4,5 Minuten Vorsprung in die zweite Wechselzone und begab mich als Führende auf die Laufstrecke.

Die Beine waren alles andere als leicht und die ersten Schritte beim Laufen fühlten sich sehr unangenehm und schmerzhaft an. Ich dachte mir nur, den anderen Mädels wird es nicht anders gehen und ich kämpfte um jeden Schritt und jede Sekunde. Ohne meinen Freund, und seine immer passenden Worte, welche er mir in jeder Situation immer zuruft, hätte es aber durchaus anders ausgehen können – Danke Schatz für deine perfekte Betreuung! Nach der ersten 6km Runden von den zwei, welche zu laufen waren, hatte ich immer noch 4 Minuten Vorsprung und langsam glaubte ich, dass ich es heute wirklich schaffen könnte, als Erste über die Ziellinie zu laufen. Bei der zweiten Runde hatte ich dann nochmals Krämpfe bei einem sehr steilen Anstieg und einmal knickte ich um, weil ich auf einen großen Stein gehüpft bin – da dachte ich mir nur: „Mach‘ jetzt ja keinen Blödsinn, brich dir nicht noch das Bein und konzentriere dich!“ Beim letzten Wendepunkt – 3km vor dem Ziel, konnte ich keine meiner Verfolgerinnen sehen und da wusste ich, den Sieg gebe ich nicht mehr her. Die Emotionen kamen in mir hoch und die Gedanken an die sehr vielen harten Trainingseinheiten, über alle Freunde und die Familie an der Strecke lösten starke Gefühle bei mir aus und ich hatte nur noch Gänsehaut bis ins Ziel und war mega happy, dass ich als Siegerin beim diesjährigen Trans Vorarlberg Triathlon, trotz einer durchaus sehr starken Besetzung, über die Ziellinie laufen durfte!

Herzlichen Glückwunsch auch an all‘ meine Teamkollegen: Sebastian Neef ebenso zum Sieg sowie Roman Deisenhofer zu Platz 3 und Lena Berlinger zu Platz 2!

Ich möchte mich bei allen und vor allem beim Veranstalter, allen Helfern und dem OK-Team (Thomas&Johannes Kofler, Günther Forster, Dominik Berger und vielen mehr!) für diesen richtig genialen Tag bedanken. Danke auch an Denny vom Tannbergerhof für die tolle Überraschung am Abend mit dem geilsten Team! Solche Tage vergisst man als Sportler nie mehr in seinem Leben und das ist es, was der Sport ausmacht und das Leben für mich so lebenswert macht! #thankful

Thx an @Frederick Sams für die coolen Bilder!

Next stop: Challenge Walchsee 02. September 2018 🙂

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Rennbericht: Challenge Turku (Finnland)

Veröffentlicht: 17. August 2018 in NEWS

Mit gemischten Gefühlen reiste ich letzte Woche mit Thomas nach Finnland zu meinem ersten Start beim dortigen Challenge Rennen. Ich habe mein Training nur eine Woche nach der Langdistanz in Roth wieder vollgas aufgenommen und anfangs wohl ein bisschen übertrieben – was mir ein paar ungewollte Ruhetage bescherte. Trotzdem wollte ich meine Rennplanung durchziehen und auch das Trainingsrennen in Regensburg über die olympische Distanz, sind mir mit einem Sieg und fast einer 1/4 Stunde Vorsprung geglückt. Somit stand der Reise in den Norden nichts mehr im Wege.

Die Challenge Veranstaltung in Turku ist wirklich absolut top organisiert und die Athleten wurden alle sehr herzlich Empfangen. Es war überhaupt nicht stressig vor dem Rennen und ich konnte es nur kaum noch bis zum Startschuss am Sonntag erwarten.

Um 9:00 Uhr ging es dann endlich los und wir Mädels kämpften zusammen mit den Profimännern – wir durften zusammen starten – um die schnellsten Beine im Fluss. Ich hab‘ wirklich schnelle Beine eines männlichen Profis erwischt und mich damit selbst mit einer schnellen Schwimmzeit und geringem Abstand bis ganz nach vorne überrascht.

An 4ter Stelle liegend nahm ich den flachen Radkurs in Angriff. Endlich hatte ich nach den letzten zwei Rennen wieder mal richtig gute Radbeine und ich hämmerte von Anfang an richtig hart in die Pedale. Bis zum Ende der 90km konnte ich mich fast bis ganz zur Spitzengruppe vorarbeiten und fand mich dann sogar mit der dortig zweitplatzierten im Wechselzelt zum Laufen beim Schuhe anziehen wieder.

Ich wechselte schnell und war nur 30 Sekunden hinter der Führenden – dabei hab‘ ich mir das erste Mal gedacht, heute kann ein richtig guter Tag werden. Leider bemerkte ich aber, dass ich durch das harte Radfahren keine Beine mehr zum Fliegen hatte. Eine starke Läuferin (spätere Siegerin) überholte mich bereits nach den ersten Kilometern. Ich kämpfte hart und lange Kopf an Kopf um den dritten Platz mit Yvonne van Vlerken. Leider musste ich ihr auf dem letzten Kilometer – beim Zielsprint – den Vortritt lassen und beendete das Rennen an 4ter Stelle. So schnell kann sich das Blatt wenden. Ich habe alles gegeben und bin super happy, mit meiner Leistung, mehr war einfach nicht drinnen. Ich war jetzt ziemlich lange noch zerstört und richtig müde von dem harten Fight am Schluss – freue mich aber bereits auf die nächsten Rennen die anstehen und bin motivierter den je um es endlich bis ganz an die Spitze zu schaffen!

Das nächste Trainingsrennen ist bereits diesen Samstag, wo ich beim Jannersee Sprint Triathlon in Lauterach am Start stehen werde.  Nächsten Sonntag geht es dann gleich weiter mit einem meiner absoluten Lieblingsrennen und meinem Heimrennen – dem Trans Vorarlberg Triathlon – wo ich wieder die Ehre habe, mich mit Yvonne van Vlerken zu batteln 😉 mal schauen, ob ich es diesmal schaffe, mich erstmals vor ihr zu platzieren. Ich würde mich freuen, so viele wie möglich von euch an der Strecke zu sehen und ihr mich über mein Limit pusht! Am Sonntag um 8:00 Uhr fällt dort der Startschuß in Bregenz – ich werde vorbereitet sein!

Eure, Bianca

Thx @Challenge Finland for the pictures!

 

Rennbericht: Challenge Roth

Veröffentlicht: 4. Juli 2018 in NEWS

Mein erster Start beim Klassiker unter den Langdistanzrennen, der Challenge in Roth, war ein tolles Erlebnis mit einer unglaublichen Atmosphäre und Rund 200.000 Zuschauern fast unvorstellbar!

Ich reiste bereits am Mittwoch in Roth an und wurde liebevoll von meiner Homestay Familie in Empfang genommen – herzlichen Dank an die Familie Feyerfeil-Maas, für eure Gastfreundschaft und die tollen Tage! Es war alles ganz entspannt, ich hatte keinen Stress und konnte nochmals meine letzten Energiereserven mental und körperlich auftanken um top fit an der Startlinie zu stehen.

Am Sonntag um 6:33 Uhr fiel dann der Startschuss der Damen und wir kämpften uns im Main-Donau-Kanal über die 3,8km lange Schwimmstrecke. Ich hatte ein relativ entspanntes Schwimmen und konnte mit der Verfolgergruppe glücklicherweise gut mithalten. Nachdem ich etwa 10 Tage nicht im Wasser war (aufgrund meiner Mittelohrentzündung vor 3 Wochen) war ich mir nicht so sicher, ob ich das schaffen würde – es hat aber trotzdem geklappt! Somit stieg ich als 6te Dame zusammen mit den Top-Athleten (Yvonne van Vlerken, Laura Sidall und Kaisa Sali) aus dem Wasser.

Beim Wechsel auf’s Rad spürte ich ab den ersten Kilometern gleich, dass ich heute nicht meine Bomben-Radbeine hatte und habe mir nach etwa 20 Kilometer wirklich überlegt, das Rennen zu beenden. Es war mir fast nicht möglich, in der Gruppe (natürlich mit korrektem Abstand) mitzufahren und ich war von Anfang an gefühlt nur voll am Limit. Mir viel dann aber ein, dass ich keinen Plan B hatte und ich somit weiter fahren muss! Meine ersten Gedanken mit der Gruppe zusammen im Wechsel vorne die Aufholjagd nach ganz vorne zur Spitze zu starten, wandelte sich somit gleich mal um in: „Versuche einfach so lange wie nur möglich irgendwie die Mädels der Verfolgergruppe nicht aus den Augen zu verlieren!“ Nach 110 Kilometern – von welchen ca 100 Kilometer im gefühlten Maximalbereich waren – verlor ich die Gruppe und kämpfte mich alleine irgendwie in die zweite Wechselzone.

Immer noch auf Platz 6 liegend wechselte ich auf den abschließenden Marathon. Ich war überrascht, dass der Abstand bis zu den anderen Mädels nicht so groß war – viel mehr Gedanken waren es dann aber nicht und ich wollte ’nur‘ noch einen schnellen Marathon laufen. Denn mir ging es bereits öfters so, wenn ich sch… Radbeine hatte dann lief es dafür beim Laufen richtig gut. So war es dann auch wirklich und ich habe von Anfang an gleich ein gutes Tempo für mich gefunden. Bei km 30 stand es dann allerdings auch spärlich um meine Energiereserven und die letzten etwas schwierigeren Kilometer über große Pflastersteine und bergauf verlangten einem am Ende nochmals alles ab. Nach vorne ging leider nichts mehr – da die Mädels dort auch richtig gut gelaufen sind. Somit konnte ich meinen 6. Platz mit einer fast halben Stunde Vorsprung auf die 7. platzierte bis ins Ziel bringen. Die anderen 5 Mädels vor mir waren einfach eine Klasse für sich und sind nun mal die Weltspitze!

Mit einer Zeit von 9:02 Std. konnte ich meine bisherige Bestzeit um eine viertel Stunde verbessern. Mein insgeheimes Ziel von 8:50 Std. habe ich leider nicht geschafft. Da ich aber bei weitem keinen perfekten Tag hatte (wobei das natürlich immer schwierig ist) bin ich der Meinung und Glaube ich fest daran, dass ich irgendwann schon noch weiter vorne und vielleicht sogar ganz vorne mitmischen kann. Ich bleibe jedenfalls dran und versuche alles, um meine Träume zu erfüllen!

Jetzt gönne ich mir mal ein paar ruhigere Tage – ohne einen Trainingsplan (dafür mit Arbeiten ;-)) und werde mich dann an die konkrete Planung für meine zweite Saisonhälfte machen.

Hoffe ihr seid auch auf der Jagd nach euren Träumen! 😉

Eure, Bianca

Countdown Langdistanz Roth :)

Veröffentlicht: 26. Juni 2018 in NEWS

Nach einer harten Vorbereitungszeit – so hart habe ich noch nie trainiert – sind die Hausaufgaben vom Coach gemacht.  Meine letzten zwei ‚kleineren‘ Wettkämpfe, darunter das Luschnouar Ironmännli und die Premiere des Bregenz Triathlon über die olympische Distanz, haben mir noch den letzten Feinschliff gegeben und mit jeweils zwei Siegen nochmals mein Selbstvertrauen gestärkt! Nun freue ich mich riesig auf mein erstes Langdistanzrennen heuer bei der Challenge in der Triathlonstadt Roth (Deutschland).

Ich bin schon leicht angespannt, werde morgen nach Roth anreisen und mich mental auf einen harten Fight einstellen. Ein hammer Starterfeld sowie heiße Temperaturen versprechen ein spannendes Rennen! Bitte drückt mir am Sonntag (01.07.) alle ab 6:33 Uhr fest die Daumen, denkt an mich und sendet mir so viel Energie wie es nur möglich ist! Ich habe mir sehr viel vorgenommen und fühle mich bereit, alles aus mir herauszuholen, damit ich am Ende happy über die Ziellinie laufe!

Eure, Bianca

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Laufkurs vorbei an der Festspielbühne, Foto: @Philipp Steurer

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Harter Kampf bergauf nach Möggers, Foto: @Bregenz Triathlon

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Happy at the Finishline, Foto: @Philipp Steurer

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Luschnouar Ironmännli (Landesmeister/in), Foto: @VTRV

Rennbericht: Ironman 70.3 St. Pölten

Veröffentlicht: 31. Mai 2018 in NEWS

Ich habe mich sehr rasch von meinem letzten Rennen (der Challenge Lissabon) erholt und war voll motiviert für den Ironman 70.3 in St. Pölten.

Beim Schwimmen habe ich diesmal die Beine der schnelleren Truppe leider nicht halten können und musste nach ein paar hundert Metern gleich abreisen lassen. Somit kämpfte ich mich alleine über die 1,9km in den zwei Seen. Glücklicherweise war der Abstand nach Vorne dann aber trotzdem nicht so extrem groß.

Die Taktik, auf dem Rad, am Anfang etwas langsamer zu starten und erst ab der Hälfte Gas zu geben, habe ich gleich mal über Bord geworfen und ich bin einfach wie Irre losgefahren. Leider spürte ich aber bei dem ersten kleinen Anstieg schon, dass ich an diesem Tag nicht gerade die besten Beine hatte. Trotzdem kämpfte ich weiter und weiter bis ich schlussendlich sogar ein paar Profimänner einsammeln konnte (die starteten 5 Minuten vor uns Frauen). Somit war die Motivation für die letzten 30 Kilometer natürlich nochmals gestiegen und ich hab‘ nochmals alles gegeben.

Beim Wechsel zum Laufen habe ich mich gleich ganz gut gefühlt und es hat richtig Spaß gemacht loszulaufen. Im Nacken lauerte mir – die zurzeit sehr starke Läuferin Eva Wutti (Marathonbeszeit 2:37 Std.) und ich wusste, dass der Abstand nicht groß war, aber dies motivierte mich fokussiert und so schnell wie möglich zu Laufen. An den Verpflegungsstationen wollte ich möglichst wenig Zeit verlieren, was garnicht so einfach war,  denn es war richtig heiß. Meine Laufform steigt aber von Rennen zu Rennen und somit konnte ich den tollen 5 Rang mit einer für mich neuen Bestzeit auf dieser Strecke bis ins Ziel bringen und es konnte mich niemand mehr einholen.

Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, wobei ich mich über ein Podium natürlich noch sehr viel mehr gefreut hätte. Allerdings wusste ich, dass ich für ein Top 3 Platz bei diesem Starterfeld einen gewaltigen Tag erwischen musste, was nach drei Mitteldistanzrennen in 4 Wochen nicht der Fall war – das war mir aber im Vorhinein schon klar. Trotzdem wollte ich unbedingt bei einem der schönsten Ironman 70.3 Rennen am Start stehen und mich mit den Besten der Besten in diesem sehr starken Feld messen. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr mit einem Podium vor heimischem Publikum. Ich bleibe jedenfalls fleißig und versuche nächstes Jahr noch schneller zu sein.

Jetzt werde ich noch ein paar kleinere Wettkämpfe machen um meine Schnelligkeit bis zu meinem Highlight der Challenge in Roth am 1. Juli nicht zu verlieren. Angefangen mit dem legendären Ironmännli in Lustenau diesen Sonntag! Ich freu‘ mich schon auf das kleine Spektakel im Lustenauer Ried und wenn ich einige von euch dort treffe! 🙂

Eure, Bianca

Rennbericht: Challenge Lissabon (PRT)

Veröffentlicht: 23. Mai 2018 in NEWS

Zweites Rennen und mit wiederum Rang 3 ein weiteres Podium der Saison.

Ich reiste letzte Woche kurzentschlossen mit Thomas nach Lissabon zur Challenge Lisboa. Obwohl alles wirklich auf die letzte Minute mit der Reise hinauslief, war die Anreise ganz entspannt. Wir waren sofort von der Stadt fasziniert und machten uns am ersten Tag auch gleich mal mit der Metro auf Sightseeing Tour in die tolle Altstadt. Gemütlich Cappuccino trinken und Pastéis de Nata (süße Spezialität der Portugiesen) essen, waren die perfekte Vorbereitung für das Rennen.

Am Samstag um 7:35 Uhr fiel dann der Startschuss für die Frauen. Das Schwimmen verlief genau nach Plan und ich habe versucht, immer an den Beinen einer schnelleren Schwimmerin dranzubleiben. Was mir glücklicherweise – jedoch mit sehr viel Aufwand – bis zum Schwimmausstieg gelang und ich somit dieses Mal nur noch 2 Minuten hinter der Spitze, an 5ter Stelle liegend, aus dem Wasser kam.

Auf dem Rad startete ich gleich meine Aufholjagd. Allerdings fühlte ich mich am Anfang nicht so mega gut und ging daher die erste der vier Radrunden eher ‚ruhig‘ an. Mein Ziel war es, jede Runde ein wenig schneller zu Fahren – was auch funktionierte und ich mit jeder Runde der Spitze näher kam. In der dritten Runde habe ich aufgeschlossen – nur Corinne Abraham (spätere Siegerin) war dann als Ausreißerin noch vorne und nicht mehr erreichbar für mich. Bei der letzten Runde habe ich dann nochmals alles gegeben und habe mir noch einen Vorsprung auf die 4er Mädelstruppe von etwa 1,5 Minuten rausgefahren.

Somit startete ich 30 Sekunden hinter der Führenden Corinne Abraham – ich konnte den Vorsprung von ihr in der letzten Runde sogar noch ein wenig reduzieren und fast auf sie aufschließen – in den abschließenden Halbmarathon. Bei den ersten Schritten spürte ich schon, dass dies ein guter Lauf werden könnte. Es waren 4 Runden zu Laufen und somit konnte man nach allen 2,5km sehen, wo man sich platzierungsmäßig genau befindet und was die anderen Mädels so machten. Die 4 Verfolgerinnen kamen dann aber schneller als von mir erwartet und ich fühlte mich sehr gejagt. Mein Fokus lag zu 100% bei mir, ich habe alles gegeben was ich konnte und Thomas hat mich mit seinen Worten nochmals zusätzlich gepuscht. Schlussendlich konnte mich ’nur‘ noch eine Dame (Katrien Verstuyft) überholen und ich konnte mich von den anderen Mädels sogar noch distanzieren. Somit landete ich auf dem dritten Gesamtrang.

Ich bin überglücklich mit dem Ergebnis, vor allem, weil es für mich von der Leistung her das beste Mitteldistanz Rennen war, was ich bis jetzt gemacht habe.

Die Pause zum verschnaufen ist nicht lange, denn dieses Wochenende heißt es beim Ironman 70.3 in St. Pölten bereits wieder VOLLGAS geben! 🙂

Wünsche euch noch eine schöne Woche und allen Startern viel Erfolg bei den Rennen!

Eure, Bianca

 

 

Rennbericht: Challenge Riccione (ITA)

Veröffentlicht: 10. Mai 2018 in NEWS

Mein erstes größeres Rennen, die Challenge Riccione, ist Geschichte und ich bin super happy mit dem Saisonseinstieg.

Die Woche vor dem Rennen war ich noch mit meinem Skinfit Racing Team beim Triopening am Fuschelsee im Hotel Mohrenwirt mit dabei. Hartes Training, lustige Gespräche mit tollen Leuten und super Essen waren somit die perfekte Vorbereitung für mein erstes Rennen der Saison. Herzlichen Dank nochmals an Jacki und sein Team!

Am Donnerstag ging es dann ab Richtung Süden und ich habe auf dem Weg in Innsbruck noch meine Trainingspartnerin und Freundin Yvonne Van Vlerken mit aufgeladen und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zur Challenge Riccione. Nach 5 Stunden Mädelsgequatsche und der Klimaanlage verlor ich am Abend leider meine Stimme und hatte enormes Halsweh. Um nichts zu riskieren, gab es für mich mehr Ruhe vor dem Rennen als geplant, doch ich nahm das sehr entspannt und dachte mir nur, dass ich dafür im Rennen dann umso mehr Power haben werde.

Der Startschuss am Sonntag fiel erst um 10:02 Uhr und somit war kein extrem frühes Aufstehen nötig und alles war sehr entspannt – bis auf ein wenig Nervosität natürlich. Beim Schwimmen im Meer fühlte ich mich von Anfang an sehr wohl, obwohl ich heuer dabei erst das erste Mal im Freiwasser war. Ich liebe es einfach im Freiwasser und vor allem im Meer Wettkämpfe zu bestreiten. Ganz vorne kam ich natürlich nicht aus dem Wasser, aber der Abstand zu den besten Schwimmern war mit ca. 3 Minuten überschaubar.

Auf dem Rad versuchte ich von Anfang an mein Tempo zu fahren und wollte auf keinen Fall Yvonne (wir kamen zusammen aus dem Wasser) ziehen lassen. Das Tempo war aber schon sehr hoch und ich musste ordentlich kämpfen, Sie nicht aus meinem Sichtfeld (das ist zum Glück nicht so weit – ich bin kurzsichtig 😉 zu verlieren. Was ich bis zum Wendepunkt und dem höchsten Punkt der Strecke bei km 45 aber fast immer geschafft habe. Ich hatte keine Ahnung auf welchem Platz ich liege und konzentrierte mich eigentlich nur darauf mein Tempo konstant hochzuhalten. Beim Rückweg wo es eigentlich meist nur flach und leicht bergab ging fühlte ich mich extrem stark und ich und Yvonne wechselten ständig unsere Plätze ab um weiter nach vorne zu kommen – natürlich mit korrektem Abstand! Die letzten Kilometer gab ich nochmals alles und bei der letzten Schleife konnte ich die Führende fast noch einholen und ich wechselte somit als zweite Dame 40 Sekunden dahinter auf die abschließende Laufstrecke – soweit vorne war ich bis dato noch nie bei einem Challenge Rennen.

Bei den ersten Schritten auf der Laufstrecke spürte ich schon, so gut wie auf dem Rad fühle ich mich heute beim Laufen leider nicht. Trotzdem versuchte ich gleich mein angepeiltes Tempo zu laufen, was mir allerdings aufgrund von komischem Seitenstechen nicht ganz möglich war. Die Führende war in Sichtweite, aber ich kam nicht näher an sie heran und Yvonne holte mich dann auch gleich ein und übernahm nach nur 3 km dann bereits auch schon die Führung. Ich musste schwer mit mir selbst kämpfen, es war nicht extrem heiß aber mir war es einfach zu schwül und ich konnte einfach nicht mehr Gas geben. Dafür muss ich mich bei allen Zuschauern, vor allem bei meinen zwei Jungs Sebi und Roman (welche beide leider aus gesundheitlichen Gründen das Rennen vorzeitig beenden mussten) sowie Yvonne bedanken – welche mir immer genau die Worte und Tipps zugerufen hat, wenn sie mir auf der Laufstrecke entgegen kam, welche mein Kopf hören wollte (mit 18 Jahren im Triathlongeschäft, kennt sie sich halt einfach aus!) Das hat mir unglaublich geholfen und ich habe den 3 Platz und somit mein erstes Challenge Podium bis ins Ziel nicht mehr hergegeben! Danke Coach (Robert Mücke), wir sind auf dem richtigen Weg 🙂

Der Trip nach Riccione hat sich mehr als rentiert. Super tolle Leute und eine top organisiertes Rennen – Danke dem Veranstalter – auch für die Tasche voll mit Happiness Kleidung und das Cap mit dem eigenen Namen – wo gibt’s den sowas – love Italy!

Nun habe ich mich mit dem 3. Platz für die Challenge WM in Samorin (Slowakei) qualifiziert und bin gerade am grübeln ob ich da starten soll. Mein nächstes Rennen ist der Ironman 70.3 in St. Pölten – worauf ich mich schon riesig freue. Was danach kommt lasse ich noch auf mich zukommen, aber vielleicht wage ich es ja, eine Woche nach St. Pölten, bei der Challenge WM in Samorin an den Start zu gehen um mich dann mit den Besten der Besten zu messen – mal schauen, bis dahin, muss ich dann noch ein bisschen brav trainieren!

Aber jetzt kommt ja der Sommer und somit die schönste Zeit im Freien – geht raus und genießt die Freiheit!

Eure, Bianca